Die mittlere Nahe: eine vom Menschen geprägte Landschaft der Hügel und Wälder

Neben den Flüssen Nahe und Glan prägen Wälder die Landschaften innerhalb des Forstamtsbereiches zwischen Bad Kreuznach, den Höhen des Lützelsoon nördlich von Kirn und dem Truppenübungsplatz Baumholder.

Die Verteilung der Waldflächen ist im Wesentlichen durch folgende Faktoren bestimmt:

  • Geologie
  • Klima
  • Menschliche Nutzung

Wälder finden sich im Bereich des Forstamtes auf den Standorten, die keine ertragreiche Landwirtschaft ermöglichen, D.h. Wald stockt dort, wo das Gelände zu steil oder die Böden zu arm sind.

Entsprechend finden sich größere Waldbestände in den Hanglagen der Täler oder auch auf den Höhen den Lützelsoons.

 

 

Vielfalt von Baumarten

Genauso wie die Waldflächenverteilung durch die menschliche Nutzung der Landschaft bestimmt ist, geht der Aufbau der Wälder auf deren Nutzung zurück. Denn der Mensch nutzt den Wald seit jeher, was natürlich mehr oder weniger sichtbare Spuren hinterlässt.

War Deutschland zu Zeiten der Kelten ein fast reines Buchenland, dominiert heute in vielen Regionen Deutschlands Nadelholz (Link BWI³). Rheinland-Pfalz ist im Bundesvergleich jedoch eine Laubwald-Region mit hohen Anteilen von Buche und Eiche.

Die Fichte spielt in Rheinland-Pfalz im Bundesvergleich eine untergeordnete Rolle, zumindest was die Fläche angeht. Die Douglasie ist hingegen für Rheinland-Pfalz eine besondere Baumart, da sie mit unserem Klima gut zurecht kommt, gute Erträge erbringt und vergleichweise wenig anfällig für Schadinsekten ist.

Im Wesentlichen dies auch für das Forstamt Bad Sobernheim, wobei die Eiche (35,4%) wie auch die Douglasie (8,3%) etwas höhere Anteile haben und die Fichte (4,7%) einen deutlich geringeren Anteil hat, als dies auf Landesebene der Fall ist.

 

Ein besonderer Waldstandort formt besondere Wälder

Aus dem Zusammenspiel von Geologie und Klima ergeben sich im Bereich des Forstamtes sehr interessante Waldstandorte.

Für Deutschland sehr ungewöhnlich sind die sehr steilen und flachgründigen Hänge entlang der Nahe, die sich durch das harte Vulkangestein (Porphyr) tief eingegraben hat. Durch die Kombination aus einer geringmächtigen Oberbodenschicht, wenigen Nährstoffen im Ausgangsgestein, dem sehr warmen Weinbauklima und nur etwa 600mm/ Jahresniederschlag sind diese Hänge Grenzstandorte für den Wald. Typischerweise stocken hier sehr lichte Waldbestände mit sehr niedrigen und langsam wachsenden Eichen und dem Felsenahorn.

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Willkommen im holzreichsten Land der EU!

Fast 1/3tel Deutschlands ist bewaldet - rund 11,4 Mio. ha. Dank einer nachhaltigen Bewirtschaftung durch die deutsche Forstwirtschaft hat die Waldfläche stetig zugenommen.

Das Erfolgsgeheimnis: „Schützen durch Nützen“!

Durch eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung und die behutsame Öffnung für Erholung, Freizeit und Sport gewinnt der Wald in den Augen der Menschen ständig an Wert – die beste Garantie für seinen Erhalt.

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