Früchte der Edelkastanie

Die Früchte der Edelkastanie, in Deutschland generell auch als Maronen bezeichnet, sind gut bekömmlich und den basischen und glutenfreien Lebensmitteln zugeordnet. Botanisch zu den Nüssen zählend, haben sie jedoch mit ca. 200 kcal je100 Gramm deutlich weniger Kalorien und zeichnen sich durch einen hohen Kohlehydratanteil bei geringem Fettgehalt aus. Die Vitamin- und Mineralstruktur der Esskastanie unterstützt den Stoffwechsel, stärkt das Immunsystem und ist außerdem gut verdaulich.

Schon Hildegard von Bingen beschrieb die gesundheitsfördernde Wirkung der Esskastanien. Die Früchte sind vielseitig verwendbar, sowohl als Beigabe zu Fleischgerichten als auch in der vegetarischen und „süßen“ Küche. Jeder kennt auch die heißen Maronen auf den Märkten des Spätjahres.

Die „Keschde“ als Grundlage regionaltypischer Küche wachsen am Rande des Pfälzerwaldes ohne Düngemittel- und Pestizideinsatz als wirklich „biologisches“ Nahrungsmittel in großer Menge, der Bedarf in der regionalen Gastronomie ,den Bäckereien und Metzgereien wird jedoch weit überwiegend durch Importe aus dem Mittelmeerraum, sogar aus Ostasien, gedeckt.

Projektbezug

Innerhalb des Edelkastanienprojekts hat die Arbeitsgruppe „Edelkastanienfrüchte“ daher das Ziel, die regionale Küche verstärkt mit tatsächlich aus der Region stammenden Edelkastanien zu beliefern. Im elsässischen Oberbronn soll ein sog. „Atelier“, eine Verarbeitungsstätte, für die in der Region geernteten Früchte, eingerichtet werden, um Erfahrungen hinsichtlich Sortierung, Schälen und Verarbeitung zu Edelkastanienprodukten wie Konfitüre, Pürée und Mehl zu sammeln. Während auf französischer Seite der Partner SYCOPARC im Interesse der Edelkastanien besitzenden Gemeinden und des Naturparks Nordvogesen die Verwendung der Früchte fördern will, arbeitet auf deutscher Seite die Rinnthaler Wald GmbH (Projektpapier zum Herunterladen als WordPDF) an der In-Wert-Setzung der Edelkastanienfrüchte mit dem Ziel einer regionalen Wertschöpfung durch heimische Produkte.