Wie auch Holzpellets sind auch Hackschnitzel fließfähig aufbereitet, das heißt: anders als Scheitholz sind Hackschnitzel wie Holzpellets für den automatischen Heizungsbetrieb geeignet. Ihr Energieinhalt liegt bei 0,88 kW pro Liter. Das heißt 11 Liter Holzhackschnitzel liefern soviel Wärme wie ein Liter Heizöl. Allerdings können diese Werte - anders als bei den stark genormten Holzpellets - je nach Qualität des angebotenen Materials erheblich schwanken.

Woher stammen Holzhackschnitzel?
Hackschnitzel können aus Durchforstungsrestholz oder Schwachholz hergestellt werden, teilweise stammt das Holz auch aus Restholz der Holzbearbeitung oder aus der Landschaftspflege. In großen Holzkraftwerken werden mitunter Hackschnitzel aus unbelastetem Altholz verwendet.

Immer häufiger werden Holzhackschnitzel allerdings aus eigens zu diesem Zweck angepflanzten Energiewäldern bezogen, so genannten Kurzumtriebsplantagen, in denen schnellwüchsige  Arten, wie  zum Beispiel Pappel und Weide, die nach dem Schlag gut wieder austreiben, als Energieholz angebaut werden.

Qualität
Holzhackschnitzel unterliegen keiner so strengen Normung als Holzpellets. Daher können sie sich je nach Ausgangsmaterial erheblich in ihrer Qualität unterscheiden, zum Beispiel in der Stückigkeit, im Wassergehalt und im Rindenanteil. Damit stellen sie höhere Anforderungen an eine gut durchlüftete Lagerung  zur Vermeidung von Schimmelbefall und Biomasseverlust. 

Vor- und Nachteile von Hackschnitzeln
Die weniger leichte Handhabbarkeit - insbesondere  bei der Lagerung - ist ein Grund dafür, dass  in privaten Haushalten eher Pellets- oder Scheitholzvergaserheizungen installiert werden.  Dagegen haben Biomasseheizwerke, die Hackschnitzel verwerten,  große Vorteile für gewerbliche Verbraucher oder Kommunen, insbesondere wenn diese selber Wald besitzen oder Flächen bereitstellen können, auf denen Energiewald gepflanzt werden kann. Für diese sind Holzhackschnitzel eine  günstige und relativ einfach zu handhabende  Möglichkeit, Energie und Wärme für verschiedene Betriebseinheiten oder für ihre Gemeindemitglieder bereitzustellen.

Beispiele
Im Rhein-Hunsrück-Kreis gibt es bereits einige erfolgreiche Beispiele für Gemeinden, die aus eigener Kraft mit staatlicher Förderung Nahwärmeverbünde aufgebaut haben und dafür Holzhackschnitzel aus Durchforstung oder Energiewäldern nutzen:

  • Ohlweiler
  • Mannebach
  • Fronhofen

Lassen Sie sich im Biowärmezentrum Rhein-Hunsrück dazu beraten, ob auch für Sie ein Biomasseheizwerk für Holzhackschnitzel in Frage käme.