Kultur- und Forstgeschichte im Johanniskreuzer Wald

Auf vier Rundwanderwegen rund um Johanniskreuz entdeckt der Wandernde, wie der Mensch über Jahrhunderte im und vom Johanniskreuzer Wald lebte.

Die Benutzung der Wanderwege ist kostenlos. Zur Führung des Erholungssuchenden und zur Erklärung der jeweils etwa 20 Stationen je Rundwanderweg wird ein Faltblatt benötigt, dass gegen einen Unkostenbeitrag von 0,50 Euro beim Forstamt, den örtlichen Fremdenverkehrsbüros und der lokalen Gastronomie erworben werden kann.

Die 14 bis 23 Kilometer langen Rundwege beginnen am historischen Johanniskreuz in der Ortslage Johanniskreuz beziehungsweise am Wanderparkplatz „Sechsschildriger Wegweiser“ an der L 503 (etwa 200 Meter nördlich vom Abzweig der K 50 nach Trippstadt).

Einige Themen der Rundwanderwege: 

  • historische Waldbesitzverhältnisse im Raum Johanniskreuz 
  • Grenz- und Gedenksteine 
  • Holztrift 
  • Bestandesgeschichte und Entwicklung der Baumartenzusammensetzung 
  • der Wald und die Eisenindustrie 
  • Bedeutung der forstlichen Nebennutzungen (Köhlerei u.s.w.) 
  • Lokalgeschichte

Für Besucher des Hauses der Nachhaltigkeit und Wanderer, die nur die nähere Umgebung von Johanniskreuz erkunden möchten, wurde ein Rundwanderweg von etwa 1,5 Kilometer Länge angelegt.

Wanderweg Nummer 1 ist ein Rundweg von 23 Kilometer Länge, der von Johanniskreuz bis zum Karlstal im Westen führt. Seine 21 Stationen liefern Hinweise zur Wald- und Bestandsgeschichte, Baumartenentwicklung, Köhlerei vom 18. bis zum 20. Jahrhundert, historische Siedlungsentwicklung, frühneuzeitliche Industriegeschichte und Teichwirtschaft. 

Der 14 Kilometer lange Wanderweg Nummer 2 beginnt in Johanniskreuz und führt im Süden bis zum Eschkopf, der höchsten Erhebung des Forstamts. Seine 21 Stationen behandeln die Themen historische Waldbesitzverteilung, die Bedeutung der Forstverwaltung in Johanniskreuz sowie die Furniereichenwirtschaft. Ein weiterer Themenschwerpunkt sind die Triftanlagen im Erlenbachtal aus dem frühen 19. Jahrhundert. 

Wanderweg Nummer  3 führt über etwa 20 Kilometer von Johanniskreuz in Richtung Nordosten bis zum Dämmchen, einem Teil der historischen Römerstraße. Über das Weltersbachtal und das Speyerbachtal erreicht man wieder Johanniskreuz. Über 21 Stationen wird der Bogen von der jüngsten, unseligen Vergangenheit in Form eingefallener Schützengräben bis zur Wiederansiedlung des Rotwilds im Pfälzerwald gespannt. Mehrere Stationen widmen sich der Waldbesitzverteilung vor der französischen Revolution am Beispiel historischer Grenzsteine. 

Wanderweg Nummer 4: Der 16,5 Kilometer lange Rundweg mit Ausgangspunkt „Sechsschildriger Wegweiser“ führt durch den Aschbacherwald nördlich von Johanniskreuz. Von insgesamt 22 Stationen verweisen mehrere auf Spuren der Freiherren von Hacke und Gienanth im Wilensteiner Wald und ihre baulichen Zeugnisse rund um Trippstadt. Andere erläutern die Geschichte besonders interessanter Waldbestände. Als wichtige Quelle für die Wald- und Landschaftsentwicklung wird eine Forstkarte aus der Zeit der französischen Besetzung um 1800 vorgestellt. 

Forstamt Johanniskreuz 
Hauptstraße 3 
67705 Johanniskreuz (Post Trippstadt) 
Telefon: 06306 921 00 
Telefax: 06306 921 028 
E-Mail und/ oder Buchungsanfrage

Johanniskreuz liegt an der B 48, die Hochspeyer und Annweiler verbindet. Von dem etwa 17 Kilometer entfernten Kaiserslautern führt die L 503 am Aschbacherhof vorbei nach Johanniskreuz. Die Verbindung nach Neustadt (32 Kilometer) beziehungsweise Waldfischbach-Burgalben (17 Kilometer) stellt die L 499 dar.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Johanniskreuz zur Zeit nur am Wochenende von Neustadt aus erreichbar.

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