Der Grünspecht ist, neben dem Schwarzspecht, mit seinen bis zu 32 cm Körperlänge einer unserer größten heimischen Spechte. Die rote Haube ist kein sicheres Differenzialmerkmal, da sie auch bei vielen anderen männlichen Vertretern unserer Spechtarten vorhanden ist. Auch das olivgrüne Deckgefieder kann zu Verwechselungen mit dem Grauspecht führen, wobei bei diesem die rote Haube wiederum bei weitem nicht so ausgeprägt ist. Die Sperberzeichnung des Brustgefieders ist nur bei Jungvögeln markant.

Der Grünspecht sucht seine Nahrung größtenteils auf dem Boden. Ameisen sind eine seiner bevorzugten Leckerbissen. Anzutreffen ist der Grünspecht meist in Landschaften mit lockerem Baumbewuchs, wie diese zum Beispiel bei Streuobstwiesen der Fall ist. Da er seine Bruthöhlen selbst zimmert, sind ausreichend starke Bäume lebenswichtig für ihn. Der Flug verläuft wellenförmig. Sein Ruf gleicht dem Lachen, wobei die Strophe abfällt.

Seine Verbreitung erstreckt sich von Portugal über die gesamte Mitte und den Süden Europas. In Nordeuropa verläuft die Verbreitungsgrenze im Bereich des "Kopfes" und der "Vordertatzen" des "skandinavischen Bärs".

Wer ihn mal hören will, der kann das hier.