Merkmale

  • Höhe: 20 bis 50 Meter, in Ausnahmefällen bis zu 65 Meter
  • Krone: Die Form der Krone kann variieren. Häufig ist sie kegelförmig und spitz, sie kann aber auch abgeflacht sein, vor allem wenn die Bäume krank, alt oder unter Lichtmangel gewachsen sind.
  • Stamm: gerade und durchgehend
  • Nadeln: Die nicht stechenden Nadeln werden bis zu 3cm lang und 0,3cm breit. Auf der Oberseite sind sie dunkelgrün und glänzend, auf der Unterseite blassgrün mit zwei weißlichen Streifen. Sie sind spiralig an den Zweigen angeordnet und fallen nach 8 bis 12 Jahren ab.
  • Blüte: Die Blütezeit ist von April bis Mai. Die 2 bis 3cm langen männlichen Blütenzapfen sind gelb und hängen an den Unterseiten vorjähriger Triebe, vor allem im mittleren und unteren Teil der Krone. Die 3 bis 5cm langen weiblichen Blütenzapfen sind blassgrün und stehen aufrecht auf den Oberseiten vorjähriger Triebe, vor allem im oberen Kronenbereich. Männliche und weibliche Blütenzapfen sind nur selten auf dem selben Zweig zu finden.
  • Frucht: Die walzenförmigen Zapfen werden 10-16cm lang und 2,5 bis 5cm breit. Sie stehen aufrecht auf den Ästen. Unreif sind sie grünlich, werden später aber dunkelbraun. Die Samenschuppen sind etwa zweieinhalb mal drei Zentimeter groß und beherbergen die dreikantigen, gelblich bis rötlichbraunen Samen. Die Zapfen reifen im September oder Oktober des Blütejahres. Nachdem die Samenschuppen abgefallen sind verbleibt die Zapfenspindel - im Gegensatz zur Fichte- am Baum.
  • Borke: Junge Bäume unter ~50 Jahren haben eine hellgraue, glatte Rinde mit kleinen Harzblasen. Später bildet sich eine weiß- bis dunkelgraue Schuppenborke aus mit groben Rissen, Querrissen und 3 bis 8 Millimeter starken Schuppen. Die innere Rinde ist rötlichbraun.
  • Alter: 500 bis 600 Jahre

 

Standort

Die Weißtanne ist eine Schattenbaumart, die kühlere Standorte mit ausreichend Niederschlag benötigt. An den Boden stellt sie keine hohen Ansprüche.

Verbreitung

Die Weißtanne lebt vorwiegend in den alpinen Regionen Europas, wie den Alpen, Pyrenäen, Karpaten oder dem Apennin. Nach Norden hin kommt sie auch in Mittelgebirgen oder flacheren Regionen vor. In Deutschland findet man sie in Bayern, Thüringen und Baden-Württemberg.

Verwendung

Die Weißtanne kann als Bodenverbesserer gepflanzt werden und eignet sich sehr gut für Mischwälder. Ihr Holz wird vor allem zur Herstellung von Möbeln, Sperrholz oder Spanplatten verwendet. Es ist außerdem gefragt für die Herstellung von Bodenbelägen, Fenstern, Türen und Vertäfelungen.