Merkmale

  • Höhe: bis zu 25m
  • Krone: mächtige, breit-ovale Kronen
  • Stamm: unregelmäßiger Querschnitt, oftmals krumm und mit 8 bis 10 Meter langem Schaft
  • Blätter: 4 bis 10 Zentimeter lang und 2 bis 5 Zentimeter breit mit etwa 1,5cm langem Blattstiel. Eiförmig mit zugespitztem Ende und einem doppelt gesägten Rand. Auf der Oberseite dunkelgrün, auf der Unterseite etwas heller und im Herbst gelb. Deutlich erkennbar sind 10 bis 15 parallel stehende Blattadern, die das Blatt etwas gefaltet aussehen lassen. Die Blätter sind wechselständig.
  • Blüte: Von April bis Juni treten Blütenkätzchen auf. Die männlichen, gelbgrünen Kätzchen sind 4 bis 7 Zentimeter lang und hängen schlaff von den Ästen. Die weiblichen Blüten sitzen am Ende junger Triebe und entwickeln sich zu hellbraunen, 2 bis 4 Zentimeter langen Kätzchen.
  • Frucht: 6-15 Millimeter lange Nussfrüchte die an dreilappigen Tragblättern, die als Flugorgan dienen. Ab September.
  • Borke: graue, glatte Rinde mit hellem Netzmuster, die bei alten Bäumen längsrissig sein kann
  • Alter: bis zu 150 Jahre

Standort

Die Hainbuche bevorzugt ein mildes Klima und verträgt warme Sommer gut. Die besten Wuchsleistungen erzielt sie auf nährstoffreichen, frischen bis wechselnassen Böden. Sie ist eine Halbschatten- bis Schattenpflanze und ein Wärmezeiger. Häufig findet man sie in Eichen-Hainbuchen-Wäldern (Carpinion).

Verbreitung

Weite Teile Europas, schwerpunktmäßig in Mittel- und Osteuropa, sowie Teile Westasiens wie den Kaukasus. In Nordeuropa, sowie den südlichsten Gebieten Europas fehlt sie überwiegend. In Deutschland vom Norddeutschen Tiefland bis zu den Alpen in 1000m Höhe.

Verwendung

Das Holz hat wirtschaftlich nur eine geringe Bedeutung, ist jedoch hervorragendes Brennholz und wurde früher unter Anderem wegen ihres hohen Stockausschlagvermögens häufiger genutzt, beispielsweise als Bestandteil von Landwehren. Als Heilpflanze wird sie in der Bach-Blütentherapie gegen Übermüdung und Erschöpfung eingesetzt.