Merkmale

  • Höhe: bis zu 40 Meter
  • Stamm: Durchmesser bis zu 3 Meter
  • Blätter: asymmetrisch, verkehrt eiförmig, oft dreispitzig, doppelt gesägt, kurz gestielt 8-20cm lang und 5-10 Zentimeter breit. Die Oberseite ist mattgrün und rau, die Unterseite heller und weiß behaart. Im Herbst färben sich die Blätter kräftig gelb. Sie sitzen wechselständig an den Zweigen.
  • Blüte: Februar bis April, kugelig gehäufte Blüten mit gelblicher bis braunvioletter Farbe und sehr kurzem Stiel. Sie erscheinen lange vor der Belaubung, sind zwittrig und 3-6 Millimeter lang.
  • Frucht: April bis Juni, 1-2,5 Zentimeter groß, von eiförmigem bis runden Flügel umgebene Nussfrucht sitzt im Zentrum des Flügels und wird vom Wind verbreitet.
  • Rinde: graubraun bis grauschwarz, zunächst glatt und später längsrissig
  • Alter: bis zu 400 Jahre

Standort

Sie bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte mit sandigen bis stark lehmigen, schwach sauren oder schwach alkalischen Böden. Die Böden sollten feucht und stickstoffreich sein. Ihre Ansprüche an die Nährstoff-, Licht- und Wasserversorgung sowie die Bodenbeschaffenheit sind recht hoch.

Man findet sie häufig am Rand von Auwäldern oder Schluchtwäldern der Mittelgebirge, häufig in Gesellschaft von Linden, Bergahorn oder Buche.

Verbreitung

Die Bergulme besiedelt große Teile Europas von Spanien, Italien und Südosteuropa bis zu den Britischen Inseln, Südskandinavien und dem Ural. In Deutschland kommt sie vom norddeutschen Flachland bis zu den Alpen in Höhen von 1500 Meter vor.

Verwendung

Das Holz ist zäh, besonders stoßfest, gut bearbeitbar und daher sehr wertvoll. Aus ihm werden Furniere, Möbel, Parkett, Gewehrschäfte und Täfelungen hergestellt. Aus dem Bast können Seile hergestellt werden und früher wurde der ausgekochte Bast auch zu Heilzwecken verwendet.

Außerdem findet die Berg-Ulme als Gartenbaum, Alleebaum oder Parkbaum Verwendung.

Gefährdung

Die Bestände der Berg-Ulme wurden durch das Ulmensterben stark dezimiert. Seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts wird ein aus Ostasien eingeschleppter Schlauchpilz durch Ulmensplintkäfer in den Baum übertragen, wo er die Wasserleitbahnen der Ulmen verstopft - dies führt zu einem Absterben der Bäume. Die Berg-Ulme ist gegen das Ulmensterben resistenter als die Feld-Ulme, aber empfindlicher als die Flatter-Ulme.

Während es im Flachland teilweise zum Totalausfall der Ulmenbestände gekommen ist, hat das Ulmensterben in höheren Lagen weniger Schäden angerichtet.