Der nur 2 bis 3 Zentimeter lange Fuchsbandwurm lebt im Dünndarm des Fuchses. Mit dem Kot des Fuchses gelangen die Eier des Fuchsbandwurmes in die Umwelt. Sie liegen auf Gräsern, Beeren, Pilzen und allem, was sich in der Nähe des Waldbodens befindet. Die Eier werden normalerweise mit der Nahrung von Kleinsäugern, meist Mäusen, aufgenommen. Im Darm der Maus schlüpft eine Larve, durchbohrt die Darmwand und gelangt über den Blutstrom in die Leber. Dort vermehrt sie sich ungeschlechtlich, das heißt in einer sogenannte Finne entstehen hunderte neue Bandwurmanlagen. Dieses tumorartige Gebilde wuchert in die Leber hinein, so dass sich das Organ erheblich vergrößert. Die Maus wird dadurch geschwächt und ist so eine leichte Beute für den Fuchs. Im Darm des Fuchses bildet sich aus jeder Kopfanlage ein erwachsener Bandwurm, so dass der Kreislauf geschlossen ist. Der erwachsene Fuchs läßt sich übrigens von den Würmern in seinem Darm selten stören. Er wirkt in der Regel völlig gesund.
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