Der Fuchsbandwurm lebt im Darm des Fuchses. Er schadet den Füchsen nicht, scheidet aber massiv Eier aus, die mit dem Fuchskot auf den Boden und an Bodenpflanzen gelangen.
Der nur 2 bis 3 Millimeter lange Fuchsbandwurm lebt im Dünndarm des Fuchses. Mit dem Kot des Fuchses gelangen die Eier Bandwurmes in die Umwelt. Sie liegen auf Gräsern, Beeren, Pilzen und allem, was sich in der Nähe des Waldbodens befindet.
Die Ansteckungsrate mit dem Fuchsbandwurm ist sehr gering. Zahlenangaben aus Frankreich, Süddeutschland und der Schweiz schwanken zwischen 0,2 und 14 Infektionen pro 1 Million Einwohner. Aber Infektion bedeutet noch lange nicht Erkrankung. Selbstheilung ist offenbar möglich. Das Verhältnis von Infizierung und tatsächlicher Erkrankung wird mit 9 zu 1 angegeben. Die Zahl der durch Fuchsbandwurm erkrankten Menschen liegt zum Beispiel in der Schweiz, wo die Krankheit meldepflichtig ist, lediglich bei zwei Fällen pro Million Einwohner(innen) und Jahr. Andere Untersuchungen ergaben 10 bis 20 Neuerkrankungen pro Jahr in Süddeutschland. Die Ansteckungsgefahr ist, insbesondere wenn Sie unsere Hinweise beachten, sehr gering. Sie können sich also getrost im Wald aufhalten und die Natur genießen.


