In Rheinland-Pfalz haben Kiefernarten einen Anteil von 13 Prozent an der Waldfläche, wobei rund 98 Prozent der Kiefernfläche auf die heimische Waldkiefer und knapp 2 Prozent auf sonstige Kiefernarten (vor allem Weymouthskiefer und Schwarzkiefer) entfallen. Die beiden in Rheinland-Pfalz verbreiteten Lärchenarten, Europäische und Japanische Lärche, erreichen insgesamt nur einen Anteil von 3 Prozent an der Waldfläche.
Die Waldkiefer hat wegen ihrer Anspruchslosigkeit hinsichtlich Nährstoff- und Wasserversorgung ihren Verbreitungsschwerpunkt im südlichen Landesteil und dort im Pfälzerwald und den östlich vorgelagerten Wäldern der Rheinebene. Lärchen treten vorrangig als Mischbaumarten zerstreut in den Wäldern in ganz Rheinland-Pfalz auf.
Kiefer, Lärche
Kiefer- und Lärchenstammholz


Im langjährigen Mittel werden im Staats- und Gemeindewald des Landes Rheinland-Pfalz rund 340.000 Kubikmeter Kiefernholz geerntet und verkauft. Kiefernholz ist dank seiner ausgezeichneten technologischen Eigenschaften (hohe Tragfähigkeit, lange Haltbarkeit, gutes Imprägnierverhalten, gutes Stehvermögen) als Bau- und Konstruktionsholz, aber auch im Innenausbau oder Möbelbau begehrt. Rund 230.000 Kubikmeter oder zwei Drittel der jährlichen Kiefernholzproduktion werden als Stammholz für diese Zwecke verwertet. Kiefernstammholz wird überwiegend in Sägewerken zu Brettern, Bohlen, Latten, Kanthölzern und Balken verarbeitet, in geringen Mengenanteilen aber auch als Rundholz für Masten und Rammpfähle verwendet. Von dem restlichen Drittel des jährlichen Kiefernholzaufkommens findet etwa 90 Prozent Verwendung als Industrieholz zur Produktion von Holzwerkstoffen (Span-, Faser-, Furnier-, OSB- oder Tischlerplatten); rund 10 Prozent werden energetisch in Form von Scheitholz, Holzhackschnitzeln, Holzpellets oder –briketts genutzt.
Vom jährlichen rheinland-pfälzischen Holzaufkommen der beiden Lärchenarten über 70.000 Kubikmeter im Staats- und Gemeindewald entfallen rd. 47.000 Kubikmeter oder zwei Drittel auf Stammholz, das wegen seiner hohen Festigkeit und Elastizität sowie – als Kernholz – aufgrund seiner guten Witterungsbeständigkeit vor allem als Bau- und Konstruktionsholz sowie im Innenausbau Verwendung findet. Die übrigen 23.000 Kubikmeter des jährlichen Lärchenaufkommens werden zu 90 Prozent als Industrie-, zu 10 Prozent als Energieholz genutzt.
Die Landesforsten Rheinland-Pfalz bieten ihren Kunden Kiefer- und Lärche-Rohholz in folgenden Qualitäten an:
- Qualitativ sehr hochwertiges, ausgesuchtes Stammholz zur Fertigung von Lamellen und Blockware (Türen und Fenster, Treppen, Möbel, Fußböden, Leisten);
- Stammholz für Konstruktionszwecke (zum Beispiel Dachtragwerke);
- Stammholz zur Produktion von imprägniertem Schnittholz für die Verwendung im Außenbereich (Pfosten, Palisaden) und von profiliertem Holz für Decke, Wand und Fassade;
- Stammholz für Spezialverwendungen (Masten, Pfosten, Rammpfähle für die Gründung von Kai- und Hafenanlagen und den Buhnenausbau) sowie für zahlreiche weitere Einsatzbereiche;
- Stammholz für die Produktion von Verpackungsmaterial (Paletten, Kisten);
- Industrieholz für die Holzwerkstoffindustrie;
- Energieholz.


