Rheinland-Pfalz ist mit seiner heutigen Waldfläche von 42 % das waldreichste Bundesland Deutschlands. Dieser hohe Waldflächenanteil ist das Ergebnis aus dem geologischen Aufbau und den daraus resultierenden Landschaftsformen des Landes einerseits und der davon unmittelbar beeinflussten Landnutzungsgeschichte andererseits. Denn besonders viel Wald hat sich in den Landschaften erhalten, deren Standorte zu arm, zu steinig, zu steil, zu nass oder zu kalt - häufig in Kombination - für eine ausreichende landwirtschaftliche Nutzung waren und auch noch sind. Trotzdem wurde der Wald immer auch als landwirtschaftliche Hilfsfläche, z.B. für die Waldweide, zur Streunutzung oder für Zwischeneinsaaten von Gerste und Buchweizen z.B. in den Haubergen genutzt. Das hatte häufig eine weitere Qualitätsminderung (Degradierung) der Standorte und der darauf wachsenden Wälder zur Folge (siehe Waldgeschichte). Im Mittelgebirgsland Rheinland-Pfalz sind solche für die Landwirtschaft ungünstigen Standorte weit verbreitet und so indirekt der Grund für den Waldreichtum des Landes.
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