Das Thema Waldsterben ist aus den Schlagzeilen, doch nach wie vor sind die meisten Bäume krank.
Wie geht es dem Wald?
Waldschäden in Rheinland-Pfalz 2012
In Rheinland-Pfalz zeigt rund jeder vierte Baum deutliche Schäden, ohne sichtbare Schadmerkmale ist nur knapp jeder Dritte.
Waldschäden sind schon seit dem Mittelalter bekannt. Vor allem in der Nähe von Siedlungen und Industrieanlagen wurden die Bäume durch den Rauch angegriffen. Doch erst ab 1970 traten die Schäden auch weitab von Siedlungen und Industrieanlagen auf großer Fläche auf. Fast alle Baumarten erkrankten. In den Hochlagen einiger Mittelgebirge starben ganze Waldflächen ab, so dass man vom Waldsterben sprach. Mittlerweile sind die "Neuartigen Waldschäden" zu einer chronischen Erkrankung von Wald und Waldboden geworden.
1984 wurden die Waldschäden erstmals systematisch nach einem einheitlichen Verfahren erhoben. Hierbei wird der Kronenzustand als Weiser für die Vitalität der Waldbäume genutzt. Ziel ist zeitnah eine landesweite, flächenrepräsentative Aussage zum Gesundheitszustand der Wälder zu erhalten. Die Erforschung der Schadursachen und die Untersuchung von Wurzelschäden, Zuwachs der Bäume, physiologischer Schäden oder Veränderungen im Waldbodenzustand sind sehr aufwendig und langwierig und werden nur an ausgewählten Waldbeständen oder Einzelbäumen durchgeführt.
Die Ergebnisse der jährlichen Übersichtserhebung, Intensivuntersuchungsflächen und Waldforschung werden in Zusammenschau mit Wetterdaten, Luftschadstoffmessungen, Bodenuntersuchungen und den Meldungen über Insekten- oder Pilzschäden bewertet und sind die Grundlage des Waldzustandsberichtes.


