Vor einiger Zeit galt der Vogel des Jahres 1971 in Rheinland-Pfalz noch als ausgestorben. Die Zahl der Wanderfalken nahm von 1950 bis 1970 sehr stark ab, so dass ihr Bestand 1968/ 1969 zeitweise zum Erliegen kam. Die Gründe für den starken Rückgang des Greifvogels lagen in der Verfolgung von Altvögeln durch Taubenzüchter und dem Nachstellen des beliebten Beizvogels durch Falkner, die die Nester plünderten. Der Einsatz des DDT in der Landwirtschaft beschleunigte den Rückgang der größten der drei heimischen Falkenarten zudem noch. Nachdem 1986 wieder die erste erfolgreiche rheinland-pfälzische Brut entdeckt wurde, hat sich der Bestand nicht zuletzt durch stetige Bemühungen des „Arbeitskreises Wanderfalkenschutz“ des NABU wieder etwas erholt. Da es in den letzten Jahren jedoch wieder vermehrt zu Vergiftungen der Tiere gekommen ist, setzt sich der Arbeitskreis weiter dafür ein, dass die Bewachung der Horste, durch die vielen freiwilligen Helfer fortgesetzt wird.
Aussehen:
Wie bei vielen anderen Greifvögeln auch, unterscheidet sich die Größe des Männchens von der des Weibchens. In Mitteleuropa werden die Terzel 38 bis 43 Zentimeter lang, wiegen bis zu 700 Gramm und besitzen eine Flügelspannweite von etwa 85 Zentimetern. Das Weibchen ist 43 bis 48 Zentimeter lang, wird knapp einen Kilogramm schwer und weist eine Spannweite von etwa einem Meter auf.
Das Gefieder auf dem Rücken und den Schwingen des schnellsten Tieres der Welt ist grau-schwarz gefärbt. Die Unterseite eines ausgewachsenen Wanderfalken ist hellgrau und mit zahlreichen, feinen schwarzen Querbändern versehen. Seine Waffen, die Krallen des Falken, sind gelblich.


