Feldhasen; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
Lebensraum:
Feldhasen mögen offenes Gelände wie Ackerlandschaften und Wiesen. Sie benötigen jedoch auch Schutz (vor allem bei der Aufzucht der Jungen) vor Beutegreifern (zum Beispiel Mäusebussard) und vor nass kalter Witterung. Aus diesem Grund stellen halboffene Ackerlandschaften, in denen sich Ackerflächen und strauchreiches Gelände abwechseln, für den Feldhasen den optimalen Lebensraum dar. Man glaubt, dass die künstliche Umgestaltung dieser strukturreichen Landschaftsformen in den 1970er und 80er Jahren (Flurbereinigung) für einen starken Rückgang des Feldhasen in Deutschland geführt hat. Durch die Entfernung von Sträuchern fielen für den Hasen wichtige Schutz- und Futterressourcen weg.
Verbreitung und Gefährdung:
Der Feldhase ist in Rheinland Pfalz sowie im gesamten Bundesgebiet flächendeckend verbreitet. Allerdings schwanken die Bestandszahlen von Jahr zu Jahr teilweise bemerkenswert stark. Für die starken Schwankungen der Hasenzahlen gibt es verschiedene Ursachen. Einerseits wirken sich ungünstige Witterungsverhältnisse (besonders Regen und Kälte) äußerst negativ auf die Entwicklung von Junghasen aus. In der Aufzuchtsphase (Säugezeit etwa 30 Tage) sind trockene und warme Perioden für den Nachwuchs optimal. Ist diese Voraussetzung nicht gegeben, sondern ist die Witterung wie oben beschrieben nass und kalt, kommen meist nur wenige oder sogar keines der Exemplare eines Wurfs durch. Andererseits sind Junghasen beliebte Beutetiere von Fuchs, Dachs, Hund, Katze, Marder, von Greifvögeln und Rabenkrähen, durch die ihre Zahl ebenfalls dezimiert wird. Auch fallen Hasen immer wieder dem Straßenverkehr zum Opfer. Des weiteren sind für die immer wiederkehrenden Besatzschwankungen Parasiten und seuchenartige Krankheiten mitverantwortlich.