Der Steinmarder, landläufig meist nur „Marder“ genannt, genießt bei vielen unserer Mitmenschen keinen guten Ruf. Unter dem Namen „Automarder“ ist er als Saboteur von Kühlwasserleitungen und Bremsschläuchen an des Deutschen liebstem Kind, dem Automobil, bekannt. Außerdem ist er in ländlichen Gegenden als „Mörder“ von Hahn und Henne und als Eierdieb verrufen. Der Kulturfolger hat sich auf diese Weise im Laufe der Zeit einen eindrucksvollen aber schlechten Namen gemacht. Dennoch wird er, dort wo er entdeckt wird, mit Spannung beobachtet, was wohl an seiner Nachtaktivität und seiner heimlichen Lebensweise liegt. Sobald er jedoch dabei ertappt wird, sich dem geliebten Auto zu nähern, wird er schleunigst, meist aus Sorge um die eigene Geldbörse, vom Menschen vertrieben.
Aussehen:
Der Steinmarder verfügt über ein graubraunes Fell mit einer deutlich sichtbaren, weißen Unterwolle. Seine Körperlänge (männliches Tier, Rüde genannt) beträgt 64 bis 76 Zentimeter und er wird bis zu 1,9 Kilogramm schwer. Das Weibchen, die Fähe, ist etwas kleiner und auch leichter als der Rüde. Am Hals besitzt dieser kleine Bursche einen Kehlfleck, der weiß bis gelblich gefärbt ist, sich nach unten hin gabelt und bis auf die Vorderbeine reichen kann. Man kann den Steinmarder in der Nacht gut an seinem buckeligen Lauf erkennen.
