In der Öffentlichkeit etwas unbekannter als andere wildlebende Tiere ist das Muffelwild. Es ist eine äußerst menschenscheue Wildschafart, die in Rheinland-Pfalz nur in wenigen Gebieten in größerer Anzahl vorkommt. Dennoch lebt die kleinste vorkommende Wildschafart in unseren heimischen Wäldern und wird dort auch entsprechend ihrer Dichte bejagt. Das Muffelwild wurde im Mittelalter aus dem korsischen Bergland bei uns eingeführt und kann mit dem Hausschaf gekreuzt werden. Durch weitere Einbürgerungen nimmt sein Gesamtbestand in Deutschland zu.
Aussehen:
Die meisten Menschen kennen Muffelwild aufgrund seiner Menschenscheue nur durch den ein oder anderen Besuch im Tierpark. Mit seinem rund gewachsenen Gehörn wird es dort gerne bewundert. Die männlichen Tiere (Widder) tragen im Sommer ein rotbraunes Fell, das sich im Winter braun bis schwarzbraun färbt. Die Widder besitzen auf den Flanken eine Aufhellung in ihrem Fell. Diese Stelle wird vom Jäger „Schabracke“ oder „Sattelfleck“ genannt. Die Weibchen (Schafe) besitzen im Sommer ein gelblich-braunes und im Winter ein graubraunes Fell. Widder erreichen eine Schulterhöhe von etwa 80 Zentimetern und können bis zu 50 Kilogramm wiegen. Schafe sind etwas kleiner und leichter.
Auf dem Kopf tragen die Widder ein Gehörn, das nicht wie bei Reh- oder Rotwild jedes Jahr abgeworfen, sondern das ganze Leben über behalten wird und fortwährend wächst. Diese Schnecken wachsen in einem Bogen. Das Alter der Widder erkennt der Experte an den etwas dunkler gefärbten Jahrringen, die auf den Schnecken zu erkennen sind.


