Landläufig nur Wiesel genannt lebte das Hermelin oder auch Großwiesel in den frühen Jahrhunderten des letzten Millenniums eng mit dem Menschen zusammen und wurde in Haus und Hof als erfolgreicher Mäusefänger eingesetzt. Als die Katze sich im Mittelalter verbreitete übertrug man ihr diese Aufgabe und entledigte sich des Wiesels. Die Katze hatte den Vorteil, dass sie keinen oder kaum unangenehmen Geruch verursacht und ebenfalls ein sehr guter Mäusefänger ist. Das Wiesel wurde von nun an recht heftig bejagt, da es nicht nur Mäusen, sondern auch dem neuen Haustier und Mäusefänger, der Katze, gefährlich wurde.
Hermelin
(Mustela erminea)

Hermeline verteidigen ihr Revier gegen Artgenossen.
(Fotograf : Fotonatur.de / Sönke Morsch)
(Fotograf : Fotonatur.de / Sönke Morsch)
Aussehen:
Das Großwiesel ist 22 bis 29 Zentimeter lang (Kopf-Rumpf-Länge) und besitzt einen 8 bis 12 Zentimeter langen Schwanz mit schwarzem Haarbüschel am Ende. Das Fell des quirligen Räubers weist im Sommer eine zimtbraune Oberseite und einen weißen Bauch auf. In der Übergangsphase, beginnend im Gesicht, wird sein Pelz zunächst fleckig. Das Winterkleid ist dann schließlich komplett weiß, bei sehr kaltem Wetter schneeweiß, was zu Folge hat, dass man das Tier in verschneitem Gelände kaum noch sehen kann. Die buschige Schwanzspitze bleibt immer schwarz. Ausgewachsene Hermeline wiegen 200 bis 350 Gramm.
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