Durch Zerstörung seines Hauptlebensraumes, des Waldes, Dezimierung seiner Beutetiere (vor allem Reh- und gegebenenfalls Gamswild) und direkte Verfolgung wurde der Eurasische Luchs in Mitteleuropa bis zum 19. Jahrhundert ausgerottet. In den Siebziger und Achtziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts wurde diese Tierart in verschiedenen Gebieten Mitteleuropas wieder angesiedelt. Aufgrund eines Luchsmonitorings weiß man, dass all diese Populationen heute noch gefährdet sind. Dies gilt somit auch für die Vogesen-Pfälzerwald-Population. Auf deutscher Seite ist die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) für die Durchführung des Monitorings zuständig. Mit Hilfe des "Monitoring-Tools" können Sie sich die bisherigen Hinweise anschauen. Unter diesem Link finden Sie auch eine Analyse und eine Interpretation dieser Hinweise.
Luchs
(Lynx lynx)

Foto: Landesforsten

Quelle: Ditmar Huckschlag
Aussehen:
Charakteristisch für den Luchs sind seine Hochbeinigkeit und der mit 20 bis 25 Zentimetern vergleichsweise kurze Schwanz. Da der Eurasische Luchs weit verbreitet ist und in den unterschiedlichsten Klimazonen vorkommt, ist die Färbung seines Fells entsprechend variabel. So gibt es im Norden graue, nahezu ungezeichnete Exemplare, während im Süden rotbraune, schwarz gefleckte Tiere leben. Mit einer Körperlänge von 80 bis 110 Zentimetern und einer Schulterhöhe von 50 bis 60 Zentimetern erreichen erwachsene Luchse die Größe eines mittelgroßen Hundes, etwa einem Schäferhund. Der Pfotenabdruck des Luchses ähnelt dem der Hauskatze, allerdings in dreifacher Vergrößerung. Solche indirekten Hinweise und direkte Sichtungen eines Luchses werden von Luchsberatern (Namen und Telefonnummern sind hier aufgelistet) entgegen genommen und überprüft.

