Faszination Feuer; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
Heizen mit Holz ist dank moderner Holzheizsysteme modern und effizient. Eine neue, kostenlose Broschüre des Umweltministeriums gibt ausführlich Auskunft, wie der nachwachsende und klimafreundliche Energieträger am besten eingesetzt wird. Sie können die Broschüre bestellen oder hier herunterladen.
Die verschiedenen Baumarten unterscheiden sich bezüglich ihres Heizwertes (Energiegehaltes). Trockenes Holz mit einer Restfeuchte von kleiner 20 Prozent (Qualitätsholz) liefert unabhängig von der Baumart besonders intensive, langanhaltende Wärme. Bezogen auf das absolute Trockengewicht ist der Energiegehalt aller Baumarten nahezu gleich. Die Hölzer der niedrigeren Energieklassen sind wegen ihrer besseren Zündeigenschaften besonders für die Anheizphase geeignet. Die Birke ist vor allem für den Einsatz im offenen Kamin zu empfehlen.
Der DIN Plus Pellet mit 9 Prozent Wasseranteil in seiner Materialdichte hat einen Energiegehalt von mindestens 4,9 Kilowatt pro Kilogramm. Seine Schüttdichte bringt pro Kubikmeter 650 Kilogramm.
Beim Brennholz weichen die Energieinhalte bei gleichem Wassergehalt (meist mit 20 Prozent angegeben) stark von einander ab. Pappel oder Aspe liegen bei 1200 Kilowatt pro Raummeter und Hainbuche bei 2.200 Kilowatt pro Raummeter. Hier verwenden wir meist als Leitbaumart Rotbuche und Eiche mit ca. 2100 Kilowatt pro Raummeter.
Daraus folgt:
Ein Haus mit bisher 3.000 Liter Heizöl = 30.000 Kilowatt Jahresbedarf, braucht ein Pelletlager von 30.000 Kilowatt geteilt durch 4,9 = 6.122 Kilogramm Pellet. Mit einem Anlagenwirkungsgrad von 0,9 = ca. 6.800 Kilogramm bzw. etwa 10,5 Kubikmeter im Jahr oder alternativ etwa 15,8 Raummeter Brennholz.
Nach Dämmung 50 Prozent 1500 Liter Heizöl entspricht ca. 5,2 Kubikmeter Pellet oder alternativ ca. 7,8 Raummeter Brennholz.
Beim Wirkungsgrad der Anlage kommt es auf die Technik an. Jahreswirkungsgrade können durch Solaranlagen und große Pufferspeicher verbessert werden.