Die zahlreichen Holzarten, die unterschiedlichen Wuchsgebiete und kleinstandörtlichen Wuchsbedingungen, der Holzaufbau oder das Alter sind die Voraussetzungen dafür, dass das Naturprodukt Holz eine breit gefächerte Palette biologischer, chemischer, technologischer und optischer Eigenschaften bietet. Daraus resultiert die vorteilhafte Vielfalt seiner Verwendungsmöglichkeiten. Ob im Hausbau, bei der Möbelherstellung, ob im Innenausbau oder zur Herstellung von Dämmstoffen oder Papier, für jeden Verwendungszweck gibt es das richtige Holz.
Mit waldbaulichen Pflegemaßnahmen können die Forstleute bis zu einem gewissen Grad die Aufwuchsbedingungen und damit bestimmte Holzeigenschaften mit beeinflussen. Zum Beispiel: In Waldbeständen, in denen Bäume sehr dicht nebeneinander aufwachsen, bildet das Holz enge Jahrringabstände. Das erzeugt in der Regel einen viel feineren Holzaufbau als bei Bäumen, die in lichten Waldbeständen heranwachsen.
Das forstliche Handeln richtet sich nach den Gesetzmäßigkeiten der naturnahen Waldbewirtschaftung. Diese verfolgt das Ziel, die standörtlichen Voraussetzungen entsprechend den Anforderungen der verschiedenen Baumarten optimal auszunutzen. Dadurch wird ein breites Angebot von vielen verschiedenen Holzarten mit den unterschiedlichsten Eigenschaften sicher gestellt, deren Verwendung nachkommenden Generationen überlassen wird.
Die Kenntnisse um die unterschiedlichen Eigenschaften von Holz sind der Schlüssel für seine spätere sinnvolle Verwendung. Stetige Holzverwendung sichert langfristig auch das notwendige interdisziplinäre Fachwissen, dass von Handwerksgeneration zu Handwerksgeneration weitergegeben wird.




