Die Veranstalter - Schützengesellschaft und Forstamt Bingen - mussten fünf Stunden lang Höchstleistungen vollbringen, um die knapp 300 Starts zu bewerkstelligen. Der Binger Sommerbiathlon entwickelt sich zu einer der größten Breitsportveranstaltung dieser Sportart in Deutschland. In fünf Wettbewerben starteten bei idealen Bedingungen 250 Teilnehmer.
In den Einzeldisziplinen über 5.500 Meter und 1.800 Meter kämpften 140 Biathleten um die originellen Holzmedaillen, passend zu diesem Wald-Event. Um Breitensportler und die Leistungsträger im Sommerbiathlon in gemeinsamen Klassen werten zu können, wurden die offiziellen Regeln abgeändert. Liegend schossen die Aktiven auf 35 Millimeter Klappscheiben, statt 15 Millimeter und Jedermänner durften neben einer Zeitgutschrift das Gewehr beim Schießen auflegen.
Dennoch der Deutsche Meister, Frank Röttgen, Köln, setzte sich in der Gesamtwertung vor Carlo Alfinito, Laubach, und Siegfried Quoika auf der 5.500 Meter Distanz durch.
Die Staffelkonkurrenz gestaltet sich für die regionalen Teilnehmer zu dem Top-Ereignis. Drei Starter laufen jeweils 1.800 Meter und schießen zwei Serien. Den Pokal der besten Binger Staffel erkämpften bei den Damen die Tanzgruppe Viala aus Weiler und die Binger Rudergesellschaft bei den Herren. Die Wanderpokale der besten Staffeln erhielten die Damen der TSG Heidesheim und Herren der Laufgruppe Bad Soden.
Neu war der Mountain-Bike Biathlon: Drei Runden á 5,5 Kilometer und zwei Schießeinlagen absolvierten 30 Radler, die begeistert über die neue Herausforderung schwärmten.
Bis zu absoluten Müdigkeit verausgabten sich der Nachwuchs der 6 bis 12-jährigen beim Kinder-Biathlon mit der Armbrust. Die Faszination und Begeisterung der 60 Kids und der stolzen Eltern war grenzenlos.
Den gelungenen Abschluss im Waldstadion bildete die mit Musik unterlegte Siegerehrung. Stolz kletterten die Erstplatzierten auf riesige, aus Holzstämmen bestehende Siegerpodeste.


