Ziel der naturnahen Waldwirtschaft in Rheinland-Pfalz sind heute artenreiche und somit stabile Mischwälder.

Mischwälder mit verschiedenen Baumarten kommen in Rheinland-Pfalz auf 82 Prozent der Fläche (Holzboden) vor. Die Fläche der Mischwälder ist seit 2002 um 14.000 Hektar oder 2 Prozent gestiegen.

Auf 69 Prozent der rheinland-pfälzischen Waldfläche stehen zwei- oder mehrschichtige Wälder. D.h. die Bäume wachsen hier in mindestens zwei Waldetagen übereinander. Damit haben die zwei- und mehrschichtige Wälder seit 2002 um über 100.000 Hektar oder 31 Prozent zugenommen.

Struktur der Wälder in Rheinland-Pfalz

Mehrschichtige Wälder mit einem durchschnittlichen Totholzanteil von 23 Kubikmeter Totholz pro Hektar, wie in Rheinland-Pfalz, dienen dem Artenreichtum des Waldes; Bild: Ingrid Lamour
Mehrschichtige Wälder mit einem durchschnittlichen Totholzanteil von 23 Kubikmeter Totholz pro Hektar, wie in Rheinland-Pfalz, dienen dem Artenreichtum des Waldes; Bild: Ingrid Lamour

Einheiten ähnlicher Waldflächen werden in der forstlichen Fachsprache "Bestände" genannt und können sich in ihrer Struktur wie folgt unterscheiden:

Reinbestände
Das sind Bestände, die weder aus verschiedenen Arten noch Bäumen verschiedenen Alters zusammengesetzt sind. Sie erscheinen dem Betrachter homogen und monoton. Die Buche bildet von Natur aus Reinbestände aus. Deswegen ist die Zahl von 15 Prozent Reinbeständen kein Indiz für unnatürliche Wälder.

Mischbestände
Mischung der Arten in einem Waldstück
Mischung des Alters der Bäume in einem Waldstück
Mischung von Art und Alter der Bäume in einem Waldstück

Strukturreiche Bestände
Bestände, die aus verschiedenen Arten von Bäumen verschiedenen Alters zusammengesetzt sind.

Sonstiger Wald
Sonstiger Wald sind Waldflächen, wie zum Beispiel Steillagen, die nur schwierig bewirtschaftet werden können und in denen nur selten Holz geerntet wird.