Wiederaufforstung einer Fläche mit Fichte; Bild: Sebastian Heinrich
Wiederaufforstung einer Fläche mit Fichte; Bild: Sebastian Heinrich

Zahlreiche Chronisten berichten aus dem 19. Jahrhundert, dass viele Regionen fast gänzlich entwaldet waren. Gründe dafür waren die starke Übernutzung der Wälder durch die Landwirtschaft und der hohe Holzverbrauch der Industrie. Erst Ende des 19. Jahrhunderts begann eine enorme Wiederaufforstungswelle, wobei überwiegend Nadelhölzer, insbesondere die Fichte angepflanzt wurden, weil sie relativ schnell einen hohen Holzertrag versprachen und weil oftmals eine Aufforstung zunächst mit Pionierbaumarten notwendig war. Die Waldfläche hat in Rheinland-Pfalz seit 1950 weiter um 11,1 Prozent zugenommen. Damit liegt Rheinland-Pfalz bei der Zunahme der Wälder deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die Waldverluste wurden bei weitem kompensiert. Sie entstehen insbesondere durch die Anlage von Wohn- und Industriegebieten, den Straßenbau wie auch der neuen ICE -Trasse Köln-Frankfurt. 

Waldfläche, früher und heute

Waldfläche Deutschland Rheinland-Pfalz
50er Jahre 99.500 Quadratkilometer 7.555 Quadratkilometer
2012 114.000 Quadratkilometer 8.400 Quadratkilometer
Zunahme 14.500 Quadratkilometer 845 Quadratkilometer
Zunahme in Prozent 11,4 Prozent 11,1 Prozent
Quelle: 3. Bundeswaldinventur