Ausweitung und Globalisierung der Märkte führen auch in der Forst- und Holzwirtschaft in Rheinland-Pfalz zu einem verschärften Wettbewerb. Landesforsten RLP ist daher durch eine gezielte Aus- und Fortbildung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, durch Maßnahmen der Personalentwicklung und Verbesserungen der internen Prozesse die  Effizienz und Effektivität zu steigern, um nachhaltig wettbewerbsfähig zu sein. 

Seit den 80iger Jahren wurde der regieeigene Waldarbeitereinsatz in RLP schrittweise zurückgeführt. Gleichzeitig nahm der Unternehmereinsatz  in der Holzernte zu. 2014 arbeiten auf 220.000 Hektar Staatswald noch rund 370 Forstwirte in der motormanuellen Holzernte. 

1960 wurde mit eigenen Waldarbeitern 27 Stunden je Hektar im Wald gearbeitet, heute sind dies nur noch knapp über 2 Stunden je Hektar Holzboden. Während 1955 der Erlös eines Kubikmeters Holz noch 42 Waldarbeiterstunden finanzierte, sind dies heutzutage  bei einem Durchschnittserlös von rd. 65 Euro/Festmeter nicht einmal mehr zwei Stunden. 
Aktuell verdient ein ganzjährig beschäftigter Waldarbeiter im Durchschnitt 15.- Euro pro Stunde. Die Leistung in der Holzernte mit Hilfe von Motorsägen liegen im Mittel bei ca. 2,5 Festmeter pro Stunde. 

Moderne Holzerntemaschinen wie die Harvester (Vollernter)  können unter günstigen Bedingungen dagegen 20 und mehr Festmeter pro Stunde aufarbeiten.  Deren Anteil an der Holzernte liegt in Deutschland bei rd. 50 % des Holzeinschlages, in Rheinland-Pfalz sind dies aufgrund der Topographie und aufgrund der Baumartenzusammensetzung  ca. 35 % .  Landesforsten RLP organisiert den Einsatz der eigenen Maschinen sowie der Unternehmermaschinen nach strengen Vorgaben,  um pfleglich und bodenschonend Waldentwicklungen zum Aufbau stabiler, naturnaher Mischwälder einzuleiten und wird dabei fremdüberwacht (PEFC, FSC® (Lizenznummer FSC®-C111982), RAL-Audit).

Durch die Steigerung der Arbeitsproduktivität  sind die Holzerntekosten in den letzten Jahren trotz Zunahme der Personal- und Maschinenkosten nur geringfügig angestiegen. Sie liegen im Mittel (motormanuelle und Hochmechanisiert) bei rd. 30 Euro/Festmeter.