Im Mittelalter schützte das Bannrecht den Wald unter Strafandrohung vor unbefugter Nutzung. Es galt das Sprichwort: "Furcht hütet den Forst."; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
Im Mittelalter schützte das Bannrecht den Wald unter Strafandrohung vor unbefugter Nutzung. Es galt das Sprichwort: "Furcht hütet den Forst."; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz

Es gibt verschiedene Theorien, die versuchen den Stamm des Wortes Forst zu erklären.

  1. Zwischen den Worten Forst und First gibt es eine augenscheinliche, sprachliche Nähe. Der sogenannte Firstbaum diente in früheren Zeiten der Begrenzung des Eigentums. Herrenlose Wälder wurden zunächst durch Könige und später Fürsten unter Schutz gestellt. Man sprach deshalb vom einfirsten oder einforsten.
  2. Das lateinische foris bedeutet außerhalb. Wälder waren lange Zeit nur wenig genutzt und damit außerhalb der allgemeinen Nutzung.
  3. In der germanischen Sprache war forha die allgemeine Bezeichnung für Wälder. Das Wort forha erinnert stark an das Wort Föhre (Kiefer). Vermutlich bezeichneten die Germanen damit aber weniger die Kiefer, die zur damaligen Zeit eher selten gewesen sein muss, als vielmehr die Wälder an sich.

Zu Zeiten der Römer und der nachfolgenden Könige und Kaiser bekam das Wort Forst eine immer stärkere rechtliche Bedeutung. Die Herrscher der damaligen Zeit erklärten herrenlosen Wald zum Forst und damit zu ihrem Eigentum. Das Bannrecht schützte den Wald unter Strafandrohung vor unbefugter Nutzung. Es galt das mittelalterliche Sprichwort: "Furcht hütet den Forst." Später sprach man auch von Bannwäldern oder Bannforsten.