Hutbuche; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
Hutbuche; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz

Den Gütern der Könige und Fürsten im Mittelalter stand in der Regel ein "iudex" oder Amtmann vor. Der Amtmann achtete auf die Erhaltung des Waldes, überwachte den Nutzholzverkauf, die Eintreibung von forstlichen Abgaben sowie Steuern und beaufsichtigte das Forstpersonal die "forestarii". Dieses gliedert sich schon damals in drei Gruppen:

  1. magister forestariorum: Der Forstmeister war für den Bauholzverkauf zuständig, sofern der Amtmann sich nicht dieses Recht vorbehalten hatte. Er führte einen größeren Bezirk eines Waldbesitzes inklusive der forstlichen Bediensteten. 
  2. liberi forestarii: Der Förster überwachte die Grenzen und wachte über das eingeschlagene Holz. Er durfte der Bevölkerung Waldbezirke für die Ernte von Brennholz zuweisen, sogenannte Brennholzschläge. Weiterhin durfte er den Ort und den Zeitpunkt der Waldweide bestimmen.
  3. servi forestarii: Der Forstknecht oder Waldarbeiter war für Hand- und Spanndienste zuständig. Er überwachte aber auch die Waldweide und das eingeschlagene Holz. 

Dieser dreigliedrige Aufbau des Berufsbildes hat sich mit einigen Wandelungen bis heute gehalten.