Förster beim Holzverkauf; Bild: Alexander Leonhard
Förster beim Holzverkauf; Bild: Alexander Leonhard

Seit den Römern gab es in Germanien eine Verwaltung der Ländereien. Die sich im Mittelalter daraus ausbildende Gutsverwaltung an den Königshäusern entwickelte sich aus dem Verwaltungssystem der Römer.

Es gab die Forstmeister, die Förster und die Forstknechte. Dieser dreigliedrige Aufbau der forstlichen Berufe des frühen Mittelalters hat sich mit einigen Wandelungen bis heute erhalten.

Im Mittelalter waren allerdings der Forst- und der Jagdbetrieb zunächst streng getrennt. Die Jagd war damals ein beliebter Zeitvertreib der Könige und Fürsten. Für die Jagd existierte deswegen eine eigene Jagdverwaltung. Die Forstverwaltung hatte der Jagd zu dienen! Die Jagdbediensteten genossen ein sehr viel höheres Ansehen als die Förster. Erst spät im 18. Jahrhundert stieg das Ansehen der Forstbediensteten über das der Jagdbediensteten. Zunächst wurden die forstlichen Bediensteten mit Naturalien und Accidentien bezahlt. Diese Accidentien waren Steuern, Abgaben und Strafgelder, die aber ebenfalls überwiegend in Naturalien von der damaligen Bevölkerung entrichtet wurden. Holzdiebstahl, Wilderei und illegale Waldweide führten seit jeher zu dramatischen Ereignissen im Wald.

Das Amt des Försters wurde zu damaligen Zeiten vererbt. Diese Vererbung der Anstellung in forstlichen Diensten hat sich noch bis vor 200 Jahren erhalten. Schon früh konnte man sich aber auch in die Ämter einkaufen.