(Strix aluco)

Waldkauz; Bild: Andreas Michel
Waldkauz; Bild: Andreas Michel

Dieser rund 40 Zentimeter große, streng nachtaktive Vogel besitzt meist gestreifte, zuweilen auch gefleckte Gefiederpartien, die von Gelbbraun über Braun bis gräulich variieren können. Mit einer Spannweite von bis knapp über einen Meter und einem Gewicht zwischen 450 und 550 Gramm ist er zwar noch deutlich kleiner als der Uhu, aber dennoch eine imposante Erscheinung. Im Flug wirken die Flügel sehr breit und stumpf.

Sehr markant sind die großen, dunklen Augen. Auch die vollständig fehlenden Federohren bilden ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zur Waldohreule und lassen den Kopf noch rundlicher erscheinen. Das weniger gelbliche Gefieder unterscheidet ihn von der Sumpfohreule.

Das Verbreitungsgebiet dieses nachtaktiven Vogels erstreckt sich über den gesamten west-, süd- und osteuropäischen Raum. Im Norden kann man dem Waldkauz noch in Süd-Norwegen, -Schweden und -Finnland begegnen.

Als Lebensraum bevorzugt er alte lichte Laubwälder mit einem ausreichenden Anteil stehenden Totholzes (Bruthöhlen). Man findet ihn jedoch auch in Parkanlagen. Wenn der Waldkauz auch am liebsten Baumhöhlen nutzt, bedient er sich auch anderer Nistmöglichkeiten wie Nester größerer Vögel bis hin zu Kaninchenbauten. Als Kulturfolger brütet er durchaus auch erfolgreich in großen Gebäuden.

Der ausschließlich nachtaktive Vogel lebt monogam und reviertreu. Die Balz findet im Februar statt. Nach vier bis sechs Wochen legt das Weibchen bis zu sechs Eier, die es nicht ganz 30 Tage bebrütet. Nach dem Schlüpfen verbleiben die Jungen noch zwei bis zweieinhalb Monate im Nest, bis sie Anfang August ihr selbständiges Leben beginnen.

Das Nahrungsspektrum des Waldkauzes ersteckt sich von Kleinsäugern über Vögel bis hin zu Amphibien und Insekten. Hierbei kann er noch Beute überwältigen, die rund zweidrittel seines eigenen Körpergewichts erreicht.