Stockente mit Küken; Bild: Andreas Michel
Stockente mit Küken; Bild: Andreas Michel

Der Stockerpel trägt zur Balzzeit ein farbenprächtiges Gefieder, mit blauen, weiß gesäumten Spiegeln auf den Schwingen und grün-metallisch glänzendem Kopf, einem weißen Halsband und Erpellocken am Schwanz. Im übrigen Jahr ist der Erpel ähnlich schlicht braun gekleidet wie die Ente. Allerdings kann man die Geschlechter sehr gut am Schnabel unterscheiden. Beim Erpel ist dieser grün-gelblich, bei der Ente bräunlich.

 

 

 

 

Die Stockente ist die verbreitetste Schwimmente Deutschlands. Sie kommt in Rheinland-Pfalz an nahezu allen stehenden und fließenden Gewässern vor. In Siedlungsnähe kommen häufig Bastardierungen mit Hausenten vor. Dies ist möglich, da die Stockente die Stammform unserer Hausente ist. Die Stockente lebt und brütet als Kulturfolger zum Teil sogar in Altwasserarmen größerer Flüsse, wie dem Rhein, in unseren Großstädten.

Stockerpel auf dem Wasser; Bild: Landesforsten Rheinland-Pfalz
Stockerpel auf dem Wasser; Bild: Landesforsten Rheinland-Pfalz
Stockerpel am Wasser; Bild: Landesforsten Rheinland-Pfalz
Stockerpel am Wasser; Bild: Landesforsten Rheinland-Pfalz

Verhalten:
Die Stockente gehört zu den Pendlern unter den Enten. Das heißt, sie verbringt den Tag an einem ruhigen geschützten Ort, an dem sie sich der Ruhe und Verdauung widmet. Sie wechselt am Abend zu ihren Futterplätzen, die auch weit im Hinterland von Gewässern liegen können. Am Morgen kommt sie dann zurück zu ihrem Ruheplatz. Sie fliegt dabei zum Teil sehr hoch und schnell. Mit ihren vorzüglichen Augen findet sie sich hervorragend zurecht, auch was das entdecken von Feinden aus der Luft angeht. Tauchen wird die Stockente, wie alle Schwimmenten, in der Regel nur, um sich einem Feind zu entziehen und nicht um Nahrung aufzunehmen. Die Stockente ist eine Teilzieherin mit Tendenz zur Standortstreue. Dies bedeutet, dass sie, wenn überhaupt, nur kurze Strecken zwischen Sommer- und Winterquartier zurücklegt.

Nahrung:
Die Nahrung der Stockente ist ebenso vielseitig wie die Orte ihrer Nahrungsaufnahme. Sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung wird aus dem Wasser, dem Schlamm und an Land aufgenommen. Sämereien (zum Teil bis Eichelgröße), Obst, Insekten, Schnecken und vieles mehr. Wenn auch die bevorzugten Orte der Nahrungsaufnahme die Flachwasserzonen von Gewässern sein dürften, fliegen sie zum Teil auch auf weit abgelegene Wiesen und abgeerntete Getreidefelder.

Paarungszeit:
Bei allen Wildenten findet die Balz bereits im Herbst und Winter statt. Die eigentliche Begattung allerdings erst im Februar/ März. Nach der Reihzeit, wie die Balz auch genannt wird, beginnt die Ente mit dem Gelege. Hier hilft der Erpel noch mit. Das Nest wird meist auf dem Boden in der Nähe von Gewässern angelegt. Manchmal aber auch etwas erhöht auf einer Kopfweide oder einem Baumstumpf. Das Gelege umfasst etwa sechs bis zwölf Eier. Nach Beginn der Brutzeit trennt sich das Paar und der Erpel zieht sich zur Mauser zurück.

Geburt der Jungen:
Nach etwa 30 Tagen schlüpfen die Entenküken relativ zeitgleich. Sie sind von der ersten Stunde an Selbstversorger in Sachen Nahrung und müssen zu diesem Zweck natürlich auch das Nest verlassen. Aus diesem Grund spricht man bei Entenküken, wie auch bei Hühner- und Gänseküken, von Nestflüchtern.