Gefährdungsursachen

Schwarzstorch – Opfer einer Schlagfalle; Bild: Martin Hormann
Schwarzstorch – Opfer einer Schlagfalle; Bild: Martin Hormann
  • Der scheue Schwarzstorch reagiert empfindlich auf Störungen durch Menschen in Brutplatznähe, vor allem zu Beginn der Brutzeit. Unter Umständen wird der Brutplatz verlassen. Störungsursache kann z.B. unkoordinierte Freizeitnutzung sein (Reiter, Hobby-Fotografen, Radfahrer...) und unkoordinierte jagdliche und forstliche Maßnahmen
  • Kollision mit Freileitungen und Stromschlag an noch ungesicherten Strommasten
  • Horstabstürze oder Abbrüche nesttragender Äste infolge von Stürmen
  • Schadstoffbelastung der Beutetiere
  • Verluste durch Abschuss und Fang in den Winterquartieren und auf den Zugwegen
  • In geringem Umfang Gelegeverluste durch andere Tierarten, z.B. Kolkrabe, Uhu, Waschbär

Gezielte Schutzmaßnahmen

Mit Abdeckhauben vorbildlich gesicherter Mast an einer Mittelspannungsleitung; Bild: Martin Hormann
Mit Abdeckhauben vorbildlich gesicherter Mast an einer Mittelspannungsleitung; Bild: Martin Hormann
Förster und Vogelschutzwarte bauen einen Kunsthorst in die Baumkrone, nachdem der alte Horst abgestützt war; Bild: Sebastian Heinrich
Förster und Vogelschutzwarte bauen einen Kunsthorst in die Baumkrone, nachdem der alte Horst abgestützt war; Bild: Sebastian Heinrich
  • Einrichtung von Horstschutzzonen von 300 m Radius um den Brutbaum reduziert Störungen durch forstliche Arbeiten zur Revierbesetzungs- und Brutzeit (Anfang März bis Ende August)
  • Renaturierung von Fließgewässern und Anlage von flachen Teichen verbessern die Nahrungshabitate im Brutgebiet
  • Anbringen von Brutplattformen im Falle von Horstabstürzen unterstützt das Brutgeschäft
  • Lenkung der Jagd- und Freizeitaktivitäten von Waldbesuchern sollen Störungen vorbeugen
  • Fortbildung der Försterinnen und Förster sowie allgemeine Informationen zum Schwarzstorch verbessern den Kenntnisstand
  • Jährliche Erfassung des Brutbestandes und Bruterfolges als Voraussetzung von Schutzmaßnahmen