Nahrungssuche im Forellenbach. „Beschirmt“ von Erlen fühlt sich der Schwarzstorch sicher; Bild: Thomas Bengt-Gröbel
Nahrungssuche im Forellenbach. „Beschirmt“ von Erlen fühlt sich der Schwarzstorch sicher; Bild: Thomas Bengt-Gröbel
Naturnahe Waldbewirtschaftung sichert dem Storch jedes Jahr seine „Wohnung“ im angestammten Brutbaum; Bild: Thomas Bengt-Gröbel
Naturnahe Waldbewirtschaftung sichert dem Storch jedes Jahr seine „Wohnung“ im angestammten Brutbaum; Bild: Thomas Bengt-Gröbel

Schwarzstörche bevorzugen zum Brüten größere, naturnahe Laub- und Mischwälder im Reifestadium (alte Bäume). Zur Nahrungssuche sind zahlreiche Kleingewässer und Feuchtgebiete im näheren und weiteren Umfeld erforderlich, insbesondere naturnahe Bachläufe und Täler.
Als Nestbäume werden in Rheinland-Pfalz  folgende Baumarten genutzt: 53 % Buche, 35 % Eiche und 12 % andere Baumarten. Es handelt sich um ältere großkronige Bäume in meist licht stehenden Altholzbeständen, die zur Nestanlage ausgesucht werden.

Zur Nahrungssuche hält er sich gerne in Bächen oder Gräben auf oder an Teichen und Tümpeln.  Dort fischt er seine Nahrung aus dem seichten Wasser. Hin und wieder werden auch Waldwiesen oder waldnahes Grünland aufgesucht, um dort kleine Beutetiere zu finden.

Die Nahrungsreviere in unseren Mittelgebirgslandschaft sind sehr groß. Ein brütendes Schwarzstorchpaar benötigt ein Gebiet von 12 bis 15 km Radius um das Nest. Aufgrund  ihres kraftsparenden Segelns in der Thermik sind Schwarzstörche in der Lage, aus einem solch großen Areal die Nahrung für die Jungen zu sammeln. Dieses funktioniert auch in ungünstigen Zeiten für die Nahrungsbeschaffung wie länger andauernde Regenperioden oder Hochwassersituationen.

Werden Schwarzstörche doch langsam zu Kulturfolgern?

Schwarzstorch im Vorgarten; Bild: Schülerfoto
Schwarzstorch im Vorgarten; Bild: Schülerfoto

Sicherlich wäre das zum gegenwärtigen Zeitpunkt (April 2014) zu weit gesprungen. Dass aber zwischenzeitlich einzelne Exemplare durchaus mit dem Menschen "vertraut" werden belegt ein Foto von Heike Tibes. Dazu Frau Tibes: "...ich konnte gestern Vormittag in einem Vorgarten (!) im Ortsbereich von Nettersheim einen Schwarzstorch sichten. Saß seelenruhig auf einer Mauer und putzte sich, obwohl wir mit 15 Kindern nur ca. 50 Meter entfernt standen...."