(Phalacrocorax carbo)

Kormoran; Bild: Ingrid Lamour
Kormoran; Bild: Ingrid Lamour
Kormoran; Bild: Ingrid Lamour
Kormoran; Bild: Ingrid Lamour

Der von der Schabel- bis zur Schwanzspitze häufig mehr als 90 Zentimeter messende Kormoran ist eng mit den Scharben verwand und wird gelegentlich von Unkundigen mit diesen verwechselt. Wenn sich auch der „Grundbauplan“ des Körpers bei allen ziemlich ähnlich gestaltet (Ausnahme Hals bei der Zwergscharbe), so gibt es neben der Größe doch noch einige weitere sichere Differenzialmerkmale, die es ermöglichen den Kormoran zu erkennen. Beispielsweise die weiße Wangen- und Kinnpartie sowie der kräftige, horngelbe Schnabel. Das sonst vorwiegend schwarze Federkleid zeigt im Brutkleid zusätzlich an den Schenkeln weiße Flecke. Im Frühjahr kann es ebenfalls zu Aufhellungen der Kopf- und Halsfedern kommen. Jungvögel weisen zusätzlich bauchseitig große Weißflächen auf.

Der Kormoran ist in Rheinland-Pfalz inzwischen wieder recht verbreitet – nicht immer zur Freude der Besitzer von Fischteichen und Pachtgewässern. Bei uns wird dieser Vogel sowohl an langsameren Fließgewässern bis hin zu Binnengewässern angetroffen. Das typische Bild ist, dass man ihn auf einem Stein oder niedrigen Ästen mit zum trocknen leicht angewinkelten Flügeln und schräg nach oben gerichtetem Kopf sitzen sieht. Dass Kormorane ihre Flügel trockenen, bedeutet aber nicht, dass sie keine Bürzeldrüse hätten und ihre Federn nicht einfetten würden. Es ist mehr der Struktur der Federn zuzuschreiben, dass sich das Federkleid dennoch mit Wasser voll saugt. Dies kommt aber wiederum der Jagdmethode dieser Ruderfüßer sehr entgegen, da sie unter Wasser aktiv Fische verfolgen und erbeuten. Wenn der Kormoran auch ein koloniebildender Vogel ist, so jagt er doch nicht im Verband sondern allein.

Weitere Detailinformationen finden Sie auch unter http://de.wikipedia.org/wiki/Kormorane