(Columba oenas)

Die Hohltaube lebt nicht so gesellig wie ihre bekanntere Verwandte, die Haustaube.
(Fotograf : Fotonatur.de / Hans-Wilhelm Grömping)

Die Hohltaube kommt in Deutschland seltener als ihre Verwandten, die Ringel-, Turtel- und Türkentaube, vor. Zu Beginn der 1980er Jahre war ihr Bestand in Deutschland nur noch sehr klein. Ihr Vorkommen ist in der heutigen Zeit wieder größer geworden und in einigen Gebieten weist die Hohltaube recht hohe Bruterfolge auf. In Nordrhein-Westfalen wird die Hohltaube unter der Gefährdungsziffer „c4“ geführt. Dies bedeutet, dass ihr Bestand dort nicht gefährdet, jedoch von Naturschutzmaßnahmen abhängig ist. Diese sind beispielsweise die Einrichtung, Pflege und Instandhaltung von geeigneten Nistkästen und der Erhalt von Bäumen mit Schwarzspechthöhlen, die die Hohltaube als Nistplatz bevorzugt annimmt.

Aussehen:

Kennzeichen der Taube sind ihr gedrungener, vollbrüstiger Körper, ihr zierlicher Hals, ihr kleiner, gerundeter Kopf mit schlankem Schnabel und ihre kurzen Beine. Das Gefieder ist sehr dicht und gibt dem Vogel ein recht geschmeidiges Aussehen.
Die Taube hat ein weiches, sanftes Aussehen und Wesen und wird daher manchmal als das „Lamm der Vogelwelt“ bezeichnet.
Äußerlich ähnelt die Hohltaube, der Stadt- beziehungsweise Felsentaube. Sie ist weitgehend grau bis graublau gefärbt, weist an den Halsseiten und im Nacken grünlich schimmernde Partien auf und besitzt schwarze Tupfer auf ihren Flügeldecken. Der Hals und die Brust sind weinrot gefärbt. Die Schwanzfedern sind am Ende schiefergrau. Die Hohltaube ist kleiner als die Ringeltaube und wiegt mit 250 bis 300 Gramm im Vergleich etwa 200 Gramm weniger als ihre Verwandte. Die Schnabelfarbe ist gelb.