Der Fuchs (Rotfuchs) - als kleiner Vetter des Wolfes, ist mit maximal 80 Zentimeter Körperlänge und knapper Kniehöhe eine relativ kleine Wildhundeart. Ausgewachsen kann ein Fuchs sechs bis neun Kilogramm wiegen, also etwa so viel wie ein Dackel. Sein Fell ist zumeist von rotbrauner Färbung. Allerdings kommen auch Farbspielvarianten von fast schwarz bis rotbeige vor. Die Bauchseite ist weiß, Ohren und Pfoten oft dunkel. In freier Wildbahn erreicht er sein Höchstalter von zehn bis zwölf Jahren meist nicht. Sein aufgeweckter Blick, seine behende Art sich zu bewegen und seine offensichtliche Begabung, sich Wald, Land und Stadt anzupassen, haben ihm in der Literatur und im Volksmund den Beinamen „Der Schlaue“ eingebracht. 

Junger Rotfuchs; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
Junger Rotfuchs; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
Fuchs "sichert"; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
Fuchs "sichert"; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz

Füchse haben in ihren verschiedenen Artvarianten nahezu die gesamte Landmasse der Erde bevölkert. Dabei sind sie in arktischen Gegenden (der Polarfuchs) genauso vertreten, wie in der Wüste (der Fennek). Unser heimischer Rotfuchs selbst kommt in ganz Eurasien, Nordafrika und Nordamerika und dort in den Gebirgen bis weit über 5000 Metern vor. In Rheinland-Pfalz ist er in jeder Landschaft heimisch. Er ist ein Kulturfolger, der bis in die Randbereiche menschlicher Siedlungen vorstößt. Des Nachts sind die Straßenränder der Vorstädte ebenso sein Jagdrevier wie der Wald oder die freie Feldflur.

Fuchswelpe; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
Fuchswelpe; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz

Verhalten:

Trotz seiner räumlichen Nähe zum Menschen ist der Fuchs ein extrem scheues Wildtier. Ähnlich wie das Schwarzwild ist auch er nur in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. Sein extrem gut ausgeprägter Geruchssinn und sein Gehör sowie seine Barthaare, die wie Fühler die unmittelbare Umgebung abtasten, helfen ihm, sich bei Nacht erfolgreich als Jäger zu betätigen.

Nahrung:

Der Speiseplan des Fuchses ist äußerst vielseitig. Insekten, Schnecken, Mäuse, aber auch Kaninchen, Hasen und Wildgeflügel und sogar Obst und Fische seien beispielhaft genannt.

Paarungszeit und Geburt der Jungen:

Nach der sogenannten "Ranzzeit" im Januar und Februar, in der sich Rüde und Fähe paaren, kommen nach etwa 50 Tagen die Welpen zur Welt. In der Regel sind es zwischen drei und vier, maximal acht Welpen. An der Aufzucht der Jungen beteiligen sich beide Elternteile.

"Schnürender" Fuchs - ein Fuchs zieht seines Weges; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
"Schnürender" Fuchs - ein Fuchs zieht seines Weges; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz

Der Fuchs ist in den vergangenen Jahren immer wieder als Krankheitsüberträger ins Gespräch gekommen. Das jüngste Thema: Der Fuchsbandwurm. Dieser Parasit ist, wenn er in den menschlichen Körper gelangt, sozusagen in einer Sackgasse, in der er sich nicht weiterentwickeln kann. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang vom Menschen als einem Fehlwirt. Das gefährliche daran ist, dass die Finne des Bandwurms die menschliche Leber netzartig durchzieht und diese in relativ kurzer Zeit „arbeitsunfähig“ macht.
Die Behandlung nach Befall ist nicht unproblematisch, da die Inkubationszeit meist zwischen fünf und fünfzehn Jahren liegt. Bis sich die ersten Symptome zeigen, ist die Krankheit bereits so weit fortgeschritten, dass eine medikamentöse Einstellung des Patienten erfolgen muss. Jedoch kann man im Vorfeld eine Menge tun. Fuchsbandwurmfinnen können zum Beispiel durch Verzehren von Waldfrüchten in den Organismus geraten. Die Gefahr sinkt jedoch, je höher eine Frucht am Strauch gepflückt wird. Ab einer Höhe von 80 bis 100 Zentimeter nimmt das Risiko stark ab. Eine weitere Möglichkeit ist die Wärmebehandlung von Früchten oder Pilzen. Bei Temperaturen von über 60 Grad Celsius werden die Finnen abgetötet.

Eine weitere durch den Fuchs auf den Menschen übertragbare Krankheit ist die Tollwut. Zu ihrer Bekämpfung bringt das Land nach einem international abgestimmten Impfplan bereits seit mehreren Jahren erfolgreich Impfköder aus. Die Tollwutausbreitung mit all ihren Gefahren für Haustiere und Menschen konnte so erheblich eingedämmt werden.

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