Zusammensetzung der Atemluft; Bild: Landesforsten Rheinland-Pfalz
Zusammensetzung der Atemluft; Bild: Landesforsten Rheinland-Pfalz

Unsere Atemluft setzt sich im Normalfall aus 78 Prozent Stickstoff, 21 Prozent Sauerstoff und 1 Prozent Edelgasen zusammen. Der Anteil an Kohlendioxid beträgt 0,03 Prozent.

Klima, Luft und Wald

Luft ist nicht nur “Stofftransporteur”, sondern auch “Temperaturtransporteur”. Vergleicht man die mittlere Tagestemperatur eines warmen Sommertags von 26,8 Grad Celsius in der Stadt und 21,2 Grad Celsius im Wald, so liegt die Differenz bei 5,6 Grad Celsius.
Subjektiv wird diese Differenz sogar als noch drastischer empfunden. Wald wirkt sich also in jeder Hinsicht positiv auf die Qualität unserer Atemluft und die des allgemeinen Klimas aus. Nicht umsonst nennt man den Wald auch “Grüne Lunge”.

Wald und Kohlendioxid

Der Gesamtkreislauf der heute schon zukunftsfähigen Holznutzung und Verwendung entspricht dem Kohlendioxid-Kreislauf.; Bild: Landesforsten Rheinland-Pfalz
Der Gesamtkreislauf der heute schon zukunftsfähigen Holznutzung und Verwendung entspricht dem Kohlendioxid-Kreislauf.; Bild: Landesforsten Rheinland-Pfalz

Kohlendioxid ist mit etwa einem Prozent Mengenanteil an der Luft der drittgrößte Faktor.

Durch die Nutzung fossiler Brennstoffe werden jedoch jedes Jahr weltweit rund sechs Milliarden Tonnen (6 Milliarden Tonnen) an Kohlendioxid wieder in die Luft entlassen. Der viel zitierte Treibhauseffekt, die Aufsummierung der von der Erde reflektierten Wärmestrahlung in der Atmosphäre, wird hierdurch begünstigt. Noch vor den Flour-Chlor-Kohlenwasserstoffen (FCKW, 20 Prozent) und Methangasen (20 Prozent) ist Kohlendioxid mit etwa 50 Prozent das mit Abstand am stärksten am Treibhauseffekt beteiligte Gas. 
Der Wald wirkt hier als klimaneutraler Energiespender, da bei der Verbrennung nie mehr Kohlendioxid freigesetzt werden kann, als vorher von der Pflanze gebunden wurde. Wird Holz dauerhaft verwendet, wie zum Beispiel beim Bauen, so wird auch Kohlendioxid dauerhaft gebunden. 

Diese Bilanz ist aktuell positiv, da der Wald durch sein Wachstum und den Vorratsaufbau mehr Kohlenstoff speichert als er durch die Ernte von Holz und andere Faktoren verliert.

Zur Veranschaulichung sei gesagt, dass in zwei Tonnen Holz etwa eine Tonne Kohlenstoff beinhaltet ist, was einer Menge von 3,7 Tonnen Kohlendioxid entspricht. Die oberirdischen Baumbiomasse speichert in Rheinland-Pfalz etwa 75 Mio. Tonnen Kohlenstoff, das entspricht etwa 274 Mio. Tonnen Kohlendioxid.
Zum Vergleich: Jährlich emittiert Rheinland-Pfalz etwa 39 Mio. Tonnen Kohlendioxid aus Energieverbrauch.