Die Temperatur ist ein wichtiger messbarer Faktor unseres Wetters. Die Gesamtheit aller Wetterlagen über einen festgelegten Zeitraum hinweg spiegelt, von Ausnahmen abgesehen, die klimatischen Bedingungen eines Raumes wider. Interessant ist auch, dass es nachgewiesenermaßen eine absolute Untergrenze für die Temperatur gibt. Diese liegt bei rund minus 273 Grad Celsius. Bei der Obergrenze ist man sich noch nicht ganz so sicher, doch nimmt man an, dass es eine solche ebenfalls geben muss. Um Temperaturen verschiedener Gebiete vergleichbar zu machen werden sogenannte Durchschnittstemperaturen ermittelt, die sich in Rheinland-Pfalz zwischen 10 und 11 Grad Celsius bewegen.

Warum ist es im Winter kalt und im Sommer warm?

Wechsel der Jahreszeiten; Bild: unbekannt
Wechsel der Jahreszeiten; Bild: unbekannt

Dies hängt damit zusammen, dass sich die Pole der Erdachse in einer leichten Neigung zur Sonne befinden. Auf diese Weise ist immer eine der beiden Welthalbkugeln mehr der Sonne zugewandt als die andere, während die Erde auf ihrer Ellipse die Sonne umwandert.

Lediglich an zwei Tagen im Jahr, zu Beginn der Sommer- und der Winterzeit entsteht die sogenannte Tag- und Nachtgleiche.

Was bedeutet das für das Ökosystem?

Der ganze "Lebenswandel" des Ökosystems Wald richtet sich unter anderem nach den kosmischen Vorgaben der Stellung Sonne zu Erde. Auch unsere Pflanzen reagieren auf die verschiedenen Belichtungszeiten und damit auf Zeiten, in denen es mehr oder weniger warm ist. Man kann auch sagen, dass Licht unmittelbar mit Wärme zusammenhängt. Oftmals ist sogar das Licht der entscheidende Minimumfaktor beim Wachstum, denn für alle Stoffwechsel- und Wachstumsvorgänge in den Pflanzen ist die Zelltemperatur einer der wichtigsten Parameter. Sie hängt neben der strahlungsbedingten Eigenerwärmung ganz wesentlich von der Temperatur der Umgebungsluft ab.
Die meisten Pflanzen können sogar, um die Wärmestrahlung der Sonne optimal zu nutzen, ihre Blätter in deren Richtung drehen, oder wenn die Temperatur zu sehr ansteigt, Vorkehrungen treffen, um eine übermäßige Verdunstung zu unterbinden.

Nachfolgend wird kurz die Beziehung Temperatur zu relativer Luftfeuchte eines Sommertages, des 1.8.1999, dargelegt.

Uhrzeit Lufttemperatur Relative Luftfeuchte
0.10 16,600 57,000
1.00 16,400 58,600
2.00 16,600 58,800
3.00 16,900 58,900
4.00 16,900 58,400
5.00 15,900 62,400
6.00 15,800 65,000
7.00 19,000 58,900
8.00 22,700 47,400
9.00 23,000 48,700
10.00 25,000 40,700
11.00 27,000 33,900
12.00 27,700 31,300
13.00 27,900 29,900
14.00 27,900 31,500
15.00 27,100 30,500
16.00 28,400 29,900
17.00 26,200 32,500
18.00 27,500 27,900
19.00 26,400 33,800
20.00 20,700 48,700
21.00 17,500 56,800
22.00 16,600 56,900
23.00 16,500 54,300
24.00 16,400 59,300

Da die meteorologischen Größen alle direkt oder indirekt von der Sonneneinstrahlung abhängen, bilden sich charakteristische Tagesgänge aus.