Die tiefste Schicht bildet das Ausgangsgestein, welches keine Verwitterung aufweist. Der darüber liegende Horizont, der mineralische Unterboden, besteht lediglich aus verwittertem Grundgestein, beinhaltet jedoch keine Humussubstanzen. Darüber kommt der
Die tiefste Schicht bildet das Ausgangsgestein, welches keine Verwitterung aufweist. Der darüber liegende Horizont, der mineralische Unterboden, besteht lediglich aus verwittertem Grundgestein, beinhaltet jedoch keine Humussubstanzen. Darüber kommt der durch organische Substanzen dunkel gefärbte Oberboden. Den Abschluss bildet die Humusschicht.; Bild: Landesforsten Rheinland-Pfalz

Wir unterscheiden zwei Ausgangsmaterialien:

  • anorganische (Minerale, die aus dem Gestein herausgelöst werden) und
  • organische Materialien (tierische und organische Stoffe)

Neben diesen Ausgangsmaterialien nehmen jedoch auch andere Faktoren Einfluss auf die Bodenbildung. Das Klima, Geländeformationen, die Landschaftsgeschichte und der Mensch.

Durch Verwitterungsprozesse werden aus dem Gestein Mineralien (Nährstoffe) freigesetzt und somit pflanzenverfügbar.
Das organische Material wird von Kleinstlebewesen im Boden, dem sogenannten Edaphon, remineralisiert, also wieder in Mineralform umgewandelt. Auch diese Remineralisierungsprodukte können von Pflanzen wiederum aufgenommen werden. Je nach Verwitterungsfortschritt unterscheidet man verschiedene Bodenhorizonte.

Zwei weitere maßgebliche Faktoren für die Güte des Bodens sind die Wasserversorgung und die Bodenbelüftung. Im Boden unterscheiden wir drei Porengrößen, die entsprechend unterschiedlich Wasser speichern beziehungsweise den Boden mit Luft versorgen können.
Die Feinporen können eine Menge Wasser speichern, welches jedoch so stark in diesen Poren gebunden ist, das es nicht von den Pflanzen genutzt werden kann. Aus demselben Grund ist die Bodenbelüftung eher schlecht. Mittelporen haben von diesen drei Porenarten die höchste Kapazität an pflanzenverfügbarem Wasser. Grobporen können kaum Wasser speichern, sorgen jedoch für eine gute Bodenbelüftung. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Belüftung und Wasser stellt das Optimum dar.