Sommerlinde; Bild: Hansen / Lamour
Sommerlinde; Bild: Hansen / Lamour

Die Sommerlinde (Tilia platyphyllos), auch Großblättrige Linde (Tilia grandifolia) genannt, war 1991 Baum des Jahres. Sie ist eine Laubbaumart aus der Gattung der Linden und gehört zu der Familie der Malvengewächse (Malvaceae).

  • Höhe: bis zu 40 Meter
  • Krone: hohe Baumkrone mit steil ansteigenden Ästen, als junger Baum eine halbkugelige Krone
  • Blätter: herzförmig, mit langer schlanker Spitze, die ca. 10 bis 15 cm lang und fast ebenso breit sind, mit 3 bis 5 cm langem Blattstiel; oberseits stumpfgrün und anfangs fein behaart, unterseits heller und nur auf den Blattnerven flaumig, in den Nervenachseln mit weißlichen Haarbüscheln; Herbstfärbung: goldgelb
  • Blüte: hängen in Trugdolden meist zu 3 bis 4 (manchmal bis 6). Die Blüten sind etwa 12 mm groß mit einem weißlich grünem Hochblatt; sie duften stark
  • Frucht: kugelig, mit vier bis fünf Rippen, harte, verholzte Nuss, die dicht behaart ist; sie wird etwa 8 bis 10 mm groß, fällt im Herbst und Winter ab und bildet für kleine Nagetiere ihre Zwischenverpflegung
  • Borke: grau bis schwarz, erst glatt und später mit feinen, längs verlaufenden Rissen versehen, sie blättert alljährlich ab
  • Alter: Sommerlinden können bis zu 1000 Jahren alt werden
  • Durchmesser: bis zu 9 Meter
  • Standort: die Sommerlinde ist eine Schattenbaumart; sie wächst am besten auf nährstoffreichen und wasserversorgten Böden
  • Verbreitung: Mittel- und Südeuropa
  • Verwendung: Lindenholz hat einen weißlich, gelblichen Splint und einen dunklen getönten Kern, es ist elastisch, zäh, leicht spaltbar, trocknet rasch und schwindet mäßig; das Holz der Sommerlinde ist sehr gut zu bearbeiten und findet in der Bildhauerei, Drechslerei und Tischlerei Verwendung; oft auch ein Park- und Alleebaum
  • Blütezeit: Juni, in Mitteleuropa die am frühsten blühende Lindenart