Europäische Lärche; Bild: Tobias Helfenstein
Europäische Lärche; Bild: Tobias Helfenstein
Männliche und weibliche Blüten; Bild: Archiv Landesforsten
Männliche und weibliche Blüten; Bild: Archiv Landesforsten
Zwei junge Europäische Lärchen; Bild: Tobias Helfenstein
Zwei junge Europäische Lärchen; Bild: Tobias Helfenstein
Zapfen an Europäischer Lärche; Bild: Tobias Helfenstein
Zapfen an Europäischer Lärche; Bild: Tobias Helfenstein
  • Höhe: bis 50 Meter
  • Krone: Die Kronenform beschreibt in der Regel einen Kegel, der in der Jugend schlanker, später breiter ist. Biotische (bspw. Lärchenminiermotte, Kiefernschwärmer, Kiefernspanner, Pinien-Prozessionsspinner, Nonne, Lärchenminiermotte oder Grauer Lärchenwickler) und abiotische (bspw. Schnee-, Eis- und Windbruch) Schad-einflüsse können die Kronenform stark beeinflussen. 
  • Nadeln: Die Lärche ist der einzige heimische Nadelbaum, der seine Nadeln im Herbst abwirft. Die Nadeln sitzen auf Kurztrieben wirtelig angeordnet an den Langtrieben. Zwischen den einzelnen "Nadelbüscheln" liegen Teile des Zweiges frei. Die Nadeln sind im Vergleich zu anderen Vertretern der Pinaceae sehr weich. Im Herbst und insbesondere bei Sonnenschein sind die sattgelben Nadeln ein echtes Farberlebnis.
  • Blüte: Am selben Baum kommen weibliche und männliche Blüten vor. Die männlichen erkennt man an ihrer gelben, die weiblichen an der rosa-roten Färbung. Die Europäische Lärche blüht in unseren Breiten zwischen März und Mai. Aus den weiblichen Blüten bilden sich im Laufe des Sommers die Zapfen.
  • Frucht: Die Zapfen stehen mehr oder minder aufrecht am Zweig und sind vergleichsweise klein (max. 6 cm lang und 2 cm breit). Die unter den Deckschuppen der Zapfen sitzenden (eigentlichen Früchte) Samen, besitzen "Flugapparate", wodurch sie bei Windeinwirkung in weitem Umkreis verbreitet werden können.
  • Borke: Die Borke der jungen Larix decidua ist glatt und grün bis graubraun, die jedoch bereits ab dem Stangenholzalter zunehmend grobschuppig wird. Die Borkenschuppen werden im Alter in der Farbe dunkler und weisen in den Furchen zwischen den Schuppen eine rötliche Färbung auf.
  • Alter: Ein Alter von 600 Jahren ist möglich, wird aber im Wirtschaftswald häufig nicht erreicht.
  • Durchmesser: bis 150 cm

Standortansprüche: Als Lichtbaumart liebt die Europäische Lärche voll besonnte Lagen, wobei sie nicht unbedingt die Wärme sucht. Sie wird als frosthart bezeichnet und wird in der Regel spielend mit den westeuropäischen Wintern fertig. Als Baum der montanen bis subalpinen Höhenstufen eignet sie sich nur sehr eingeschränkt für den Einsatz im kollinen und planaren Bereich. Aus dem natürlichen Vorkommen ist auch zu ersehen, dass die Ansprüche an die Wasserversorgung nicht allzu hoch sind. Das gleiche gilt auch für die Nährstoffansprüche.

Verbreitung: Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Frankreich über die Schweiz, den Süden Deutschlands bis nach Polen hinein. Auch in Teilen Rumäniens ist die Europäische Lärche heimisch. In den genannten Gebieten besiedelt sie insbesondere die montanen und darüber liegenden Höhenstufen z. T. bis 2.500 Meter über N.N.