Über 40 Prozent der rheinland-pfälzischen Landesfläche sind bewaldet, wovon der Privatwald mit mehr als 210.000 Hektar etwas mehr als ein Viertel einnimmt. Hiervon sind zirka 150.000 Hektar Kleinprivatwald, der sich auf über 300.000 Parzellen verteilt.

Die Bundes- und Landeswaldinventur haben gezeigt, dass insbesondere im Kleinprivatwald bisher ungekannte Nutzungspotentiale vorhanden sind.
Dies ist in erster Linie auf die strukturellen Nachteile dieser Waldbesitzart zurückzuführen: Der Kleinprivatwald ist kleinparzelliert, teilweise schlecht erschlossen und durch unklare Eigentumsverhältnisse geprägt. Er wird überwiegend nicht oder nicht regelmäßig bewirtschaftet und dieser Trend nimmt mit steigender Urbanisierung zu.

Gleichzeitig steigt die Bedeutung des nachwachsenden Rohstoffes Holz aufgrund der Nachfrage der Säge- und Holzstoffindustrie sowie des Energieholzsektors. Betrachtet man diesen gesamten Cluster, so ist die Forst- und Holzwirtschaft in Rheinland-Pfalz mit rund 50.000 Beschäftigten der zweitgrößte Arbeitgeber und weist nach der Auto- und der chemischen Industrie den drittgrößten Umsatz auf. Die Holzmobilisierung im Kleinprivatwald wird damit zum forstpolitischen Ziel.

Bild: Ingrid Lamour