Die Holzmobilisierung im Privatwald heißt ja eigentlich Waldbesitzer zu mobilisieren. Dies bedeutet, dass ein Akteur die Initiative ergreift, einen Durchforstungsblock vorzubereiten und durchzuführen. Regelmäßig sind dies die Forstämter – teilweise in Kooperation mit den Waldbauvereinen - und zunehmend auch private Forstunternehmer.
Hierbei sind die Arbeitsschritte:

  • Akquirieren der Waldbesitzenden (Kontaktaufnahme bis zur Beauftragung des Akteurs mit der Maßnahme),
  • die biologische Produktion (Auszeichnen)
  • die technische Produktion (Holzbereitstellung)
  • und der Holzverkauf.

Positive Beispiele aus Rheinland-Pfalz zeigen, dass bei guter Vorbereitung und großem Engagement der Akteure viele Waldbesitzer mitmachen und diese anschließend auch durchweg sehr zufrieden sind. Blöcke mit mehreren Tausend Festmeter Holzanfall und Deckungsbeiträge für die Waldbesitzer (nach Abzug aller Kosten für Aufarbeitung, Gebühren...)  von rund 20 Euro je Festmeter im Nadelschwachholz sind realisitsch. So ist eine große Holznachfrage mit einem entsprechend guten Holzpreis für die Mobilisierung das beste Umfeld.

Der reine Akquiseaufwand und die Kosten der Mobilisierung (ohne biologische und technische Produktion, Holzverkauf) werden je nach Akteur mit 2 bis 4 Euro je Festmeter beziffert,wobei Landesforsten mit seiner guten Infrastruktur eher im unteren Bereich liegt. Nach Fertigstellung des Informationssystems sollen die 4 Euro noch unterboten werden.

 

Bild: Ingrid Lamour