Im Januar 2014 wurde die Afrikanische Schweinepest bei Schwarzwild in Litauen und Polen bestätigt. Damit ist die anzeigepflichtige Tierseuche, die sich seit 2007 in Russland und den angrenzenden Staaten ausgebreitet hat, in der Europäischen Union (EU) angekommen.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine ernstzunehmende Erkrankung des Wild- und Hausschweins, die mit einer hohen Sterblichkeitsrate (Mortalität) einhergeht. Ein Gesundheitsrisiko für den Menschen besteht nicht.

Eine Verbreitung der Krankheit in der EU oder Einschleppung nach Deutschland hätte jedoch fatale Folgen für die Haus- und Wildschweinebestände, einhergehend mit enormen wirtschaftlichen Verlusten. Gegen die Afrikanische Schweinepest ist kein Impfstoff vorhanden!

Erhöhte Wachsamkeit ist dringend geboten!

Weitere Informationen erhalten Sie unter anderem auch z. B. auf der Homepage des Landesuntersuchungsamts (LUA), auf den Seiten des Friedrich-Loeffler-Instituts - Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit oder des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Im Rahmen der landesweit gültigen tierseuchenrechtlichen Anordnungen des Landesuntersuchungsamtes (LUA) zur Klassischen Schweinepest haben die Jägerinnen und Jäger

  • jedes verendet aufgefundene Wildschwein sowie alle krank erlegten und verunfallten Wildschweine und
  • alle gesund erlegten Tiere bis 30 kg (aufgebrochen)

auf Klassische Schweinepest untersuchen zu lassen.

Hinweis: Derzeit werden alle verendet oder krank erlegten Wildschweine - diese Tiere sind relevanten Indikatortiere - im LUA auch parallel auf Afrikanische Schweinepest untersucht. Diese Untersuchungen dienen der Früherkennung von Schweinepest bei Wildschweinen.

Die Jägerinnen und Jäger sind aufgefordert

  • keine Speisereste, Küchenabfälle und sonstige tierische Nebenprodukten im Revier auszubringen (siehe hierzu auch den Leitfaden 125 „Entsorgung der Reste von erlegtem Wild und von Wildtieren“),
  • bei Jagdreisen die Hygienevorschriften für Trophäen bzw.
  • Maßnahmen zur Biosicherheit bei der Rückkehr ins eigene Revier einzuhalten,
  • Verdachtsfälle anzuzeigen.

Zur Reduzierung überhöhter Schwarzwildbestände und zur Absenkung des Risikos einer Ausbreitung von Tierseuchen veröffentlicht das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten als oberste Veterinärbehörde und oberste Jagdbehörde regelmäßig ein Handlungsprogramm, welches konkrete Empfehlungen und Handlungsanweisungen zur effizienten Bejagung des Schwarzwildes enthält.

Das Handlungsprogramm steht hier als PDF-Dokument zur Verfügung: Handlungsprogramm