Allgemeine Informationen bei Begehren Dritter zur Einrichtung von Rettungspunkten im Wald

Neben betrieblich notwendigen Rettungspunkten  können ausnahmsweise bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen weitere Rettungspunkte  (z.B. entlang von Premiumwanderwegen,  an Moutainbike-Strecken, im Bereich von Windkraftanlagen im Wald) auf Antrag und Genehmigung durch die unteren Forstbehörden eingerichtet werden.
Dabei geht es um Rettungspunkte im Wald.  Für Rettungspunkte außerhalb des Waldes  (z.B. in der Feldflur ohne Funktion für das betriebliche Rettungswesen sowie RP in bebauten Wohn- und oder Industriegebieten) übernimmt LF keine koordinierende Aufgabe. Diese  können diese bei Landesforsten RLP auch nicht beantragt werden.
Das Genehmigungsverfahren bzw. der Prozess zur Einrichtung von nicht betrieblichen Rettungspunkten (RP) im Wald bei Begehren Dritter gestaltet sich wie folgt:

  1. Antragsteller  können  auf dieser  Internetseite die erforderlichen Antragsformulare herunter laden.
  2. Anträge sind  bei der Zentralstelle der Forstverwaltung einzureichen.
  3. Die eingegangenen Anträge werden auf Zuständigkeit der Landesforsten RLP , auf Vollständigkeit und Eindeutigkeit der Angaben geprüft,  fehlende Unterlagen angefordert
  4. Das FA teilt dem Antragsteller die Entscheidung mit, ob dem Antrag entsprochen werden kann,  informiert über  die dem Antragsteller entstehenden Kosten (RP-Schildkosten, Verwaltungsaufwand, Kosten für die IT- Dienstleistung  für den Genehmigungszeitraum und für die Abbaukosten) und unterbreitet dem Antragsteller ein zeitlich befristetes Angebot unter Beifügung des Mustervertrages.
  5. Vertragsunterzeichnung
  6. Zahlungsaufforderung durch das FA an den Antragsteller  
  7. Bezahlung durch den Antragsteller
  8. Die RP werden erfasst eine  neue RP-Nr. wird vergeben und die RP-Daten werden an die Rettungsleitstellen übertragen (1-mal jährlich zum 1.12).
  9. Nach Übernahme der neuen RP  in das IT-System der Rettungsleitstellen  weist das FA den Antragsteller in die Örtlichkeit ein.
  10. Der Antragsteller bestellt die Schilder, stellt diese auf und meldet Vollzug an das FA.  Der Antragsteller sorgt für die Wartung (Freischneiden) und Kontrolle der RP-Schilder  ggfls. für die Ersatzbeschilderung, sofern diese abhanden gekommen sind, während der Dauer der Genehmigung.

Die RP werden in RLP nach einheitlichem Standard beschildert:  
Die Schilder sind folgendermaßen anzubringen:

  • dauerhaft in einer Höhe von 2 - 2,5 m an einem stabilen Pfahl befestigt
  • in der voraussichtlichen Anfahrtsrichtung der Rettungskräfte ausgerichtet
  • aus möglichst vielen Richtungen gut erkennbar
  • ohne den Verkehr (insb. Nutzfahrzeuge) zu behindern

Es ist mit folgenden Kosten je Schild zu rechnen:

Schildkosten 15,00 €* pro Schild
Zeitbedarf für die Einweisung inkl. Fahrtkosten 85,00 €* pro Schild
Genehmigungszeit 10 Jahre = IT Dienstleistung 150,00 €* pauschal
Abbaukostenpauschale 100,00 €* pro Schild
* Alle Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer.