Mit der nachhaltigen Nutzung der Waldprodukte entwickelte sich allmählich die Waldarbeit. Neben Holz lieferte der Wald beispielsweise Lohrinde für die Gerberei, Pottasche für die Glashütten, die Holzkohle des Köhlers für die Eisenhütten oder auch das Pech aus der Harzgewinnung.

Im Vergleich zur Arbeit mit Handsäge und Axt wird mit der Motorsäge nur noch ein Bruchteil der Zeit benötigt.; Bild: Lamour
Im Vergleich zur Arbeit mit Handsäge und Axt wird mit der Motorsäge nur noch ein Bruchteil der Zeit benötigt.; Bild: Lamour

Früher war die Waldarbeit hart und das Werkzeug primitiv. Die Kettensäge revolutionierte die manuelle Holzernte.

Die Einführung der motorgetriebenen Kettensäge in den fünfziger Jahren revolutionierte die manuelle Holzernte: im Vergleich zur Arbeit mit Handsäge und Axt wird nur noch ein Bruchteil der Zeit benötigt, um einen Baum zu fällen, seine Äste zu entfernen und ihn in geeignete Stücke einzuschneiden.

Die körperlich schwere Handarbeit bei der Holzernte wird seit Ende der achtziger Jahre zum Teil durch den Einsatz von Vollernter-Maschinen, sogenannten Harvestern, übernommen. Computer unterstützen den Betrieb der Maschine, das Fällen, Entasten und Einschneiden der Bäume sowie das Vermessen des Rohholzes.

Das Berufsbild des Waldarbeiters hat sich dieser Entwicklung angepasst. War die Waldarbeit zu Beginn eine reine Männerdomäne, konnten durch den technischen Forstschritt zunehmend auch Frauen diesen Beruf erlernen und ausüben.