Baumarten mit unterschiedlichen Verlauf des Höhenwachstums; Bild: Olaf Boehmer
Baumarten mit unterschiedlichen Verlauf des Höhenwachstums; Bild: Olaf Boehmer

Hat das Aststerben die gewünschte Höhe erreicht, beginnt die Dimensionierungsphase. Sie endet, wenn das Höhen und
Seitenwachstum der Baumkrone merklich nachlässt.
Richtwert für den Einstieg in diese Phase ist eine grünastfreie Stammlänge von etwa 25 Prozent der möglichen Endhöhe des Baumes.

Das Ziel:
In der Dimensionierung sollen die natürlichen Anlagen zur Bildung des astfreien Wertholzes an den Auslesebäumen ganz entschieden zur Entfaltung gebracht werden. Diese Auslesebäume sollen durch ihre waldbauliche Förderung zu großkronigen, starken und stabilen Wertbäumen heranwachsen.

Der Weg: Die Dynamik ausnutzen!

Der Beginn der Dimensionierungsphase und die zur Verfügung stehende Zeit, in der sich eine Baumkrone wesentlich vergrößern kann, richtet sich nach der Wuchsdynamik der jeweiligen Baumart.

Der Startschuss zur Dimensionierung fällt bei ...

Aspe im Alter von 9 bis 12 Jahren
Birke, Erle, Lärche ... 12 bis 15 Jahren
Kirsche, Esche, Ahorn, Kiefer ... 18 bis 22 Jahren
Eiche, Fichte, Douglasie ... 25 bis 30 Jahren
Buche, Tanne ... 35 bis 40 Jahren

 

 

Abbildung: Bis zur Ernte des Baumes bleibt die Kronenbasis auf gleicher Höhe.; Bild: Olaf Boehmer
Abbildung: Bis zur Ernte des Baumes bleibt die Kronenbasis auf gleicher Höhe.; Bild: Olaf Boehmer

Der zum Kronenausbau zur Verfügung stehende Zeitraum ist begrenzt! Dicke  Stämme entstehen nur unter großen Kronen.
Die Baumkrone wird dimensioniert und das Aststerben bis zur Ernte des Baumes zum Stillstand gebracht (= dauerhaft angehaltene Kronenbasis).

Bild: Olaf Boehmer
Bild: Olaf Boehmer
Bild: Olaf Boehmer
Bild: Olaf Boehmer

Es kann nur Einen geben ...

Kronenfreie und bis zur Kronenbasis geastete Fichte nach Dimensionierungseingriff; Bild: Olaf Boehmer
Kronenfreie und bis zur Kronenbasis geastete Fichte nach Dimensionierungseingriff; Bild: Olaf Boehmer

Die Auslesebäume werden nach den Kriterien Vitalität und Qualität ausgewählt und markiert. Die Mindestabstände zwischen Auslesebäumen liegen je nach Baumart und Standort zwischen 8 Meter und 16 Metern.
In der Dimensionierungsphase beschränken sich alle waldbaulichen Eingriffe ausschließlich auf die Entnahme der Bedränger am Auslesebaum.

 

 

 

 

So viel Licht wie nötig

Die Entnahme der Bedränger führt zum “Anhalten der Kronenbasis” und einer dauerhaft lichtumfluteten Krone des Auslesebaumes.

Lichtumflutete Krone einer Kirsche nach Entnahme der Bedränger; Bild: Olaf Boehmer
Lichtumflutete Krone einer Kirsche nach Entnahme der Bedränger; Bild: Olaf Boehmer
Astung mit Leitersystemen bedeutet hohe Astungsqualität; Bild: Olaf Boehmer
Astung mit Leitersystemen bedeutet hohe Astungsqualität; Bild: Olaf Boehmer

Hilfestellung erlaubt

Mit der Auswahl und Freistellung des Auslesebaumes ist unter Umständen eine Astungsmaßnahme verbunden.