Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft (PEFC und FSC<sup>®</sup> (Lizenznummer FSC<sup>®</sup>-C111982))

Ziele der Zertifizierung

Ausgangspunkt der Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft sind weltweite Überlegungen, wie man Waldübernutzungen beziehungsweise Waldzerstörungen vor allem in den Tropen, aber auch in Gebieten der borealen Nadelwaldzone, entgegenwirken kann.
Ein Ansatzpunkt hierzu ist die Zertifizierung von Wäldern und die Auszeichnung der hieraus hergestellten Holzprodukte. Bei der Zertifizierung wird durch einen unabhängigen Gutachter festgestellt, ob die Bewirtschaftung der Wälder nachhaltig erfolgt. Produkte aus zertifizierten Wäldern werden mit einem Label gekennzeichnet, das dem Verbraucher die Herkunft aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern garantiert.
Bei der Zertifizierung wird davon ausgegangen, dass der verantwortungsbewusste Verbraucher nur zertifizierte Produkte kauft und so letztlich die Anbieter gezwungen werden, auf eine nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Wälder umzustellen und dies durch ein entsprechendes Zertifikat nachzuweisen.

„Der Staatswald in Rheinland-Pfalz erhält das Label FSC Forest Stewardship Council) und damit die Bestätigung, dass die Waldbewirtschaftung im Land den strengen Regeln eines weltweit anerkannten Umweltsiegels entspricht“, erklärte Forstministerin Ulrike Höfken am 05.12.2012 im Walderlebniszentrum Soonwald. In Anwesenheit von Vertretern von FSC Deutschland nahm die Ministerin das Zertifikat durch eine unabhängige Zertifizierungsfirma entgegen. „Mit dem FSC-Label wollen wir nicht nur den naturnahen Waldbau unterstützen, sondern auch Holzwirtschaft und Verbrauchern die bewusste Entscheidung für ein nachhaltiges Holz-Produkt ermöglichen“, so Höfken. Die Landesregierung habe daher die FSC-Zertifizierung im Koalitionsvertrag festgelegt.

Rheinland-Pfalz ist bereits seit 2000 PEFC-zertifiziert (ursprüngliche Bezeichnung: Pan European Forest Certification). PEFC orientiert sich eng an den Kriterien und Indikatoren nachhaltiger Waldwirtschaft, wie sie im Rahmen der paneuropäischen Ministerkonferenzen zum Schutz der Wälder in Europa unter Beteiligung verschiedenster Nichtregierungsorganisationen gesamteuropäisch erarbeitet und als "Pan-european Guidelines" für die Signatarstaaten (alle europäischen Länder) in Lissabon rechtsverbindlich vereinbart wurden.