Ansprache eines Bohrkerns bei der Standortskartierung; Bild: Helmut Rieger
Ansprache eines Bohrkerns bei der Standortskartierung; Bild: Helmut Rieger
pH-Wertmessung; Bild: Helmut Rieger
pH-Wertmessung; Bild: Helmut Rieger

Die Standortkartierung erfasst alle für das Pflanzenwachstum entscheidenden Faktoren des Bodens, des Geländes, der Luft und des Wasserhaushaltes und gibt damit Aufschluss über die Wuchsbedingungen für Waldbäume.

Bei der Bodenanalyse werden Bodenproben als sogenannter Bohrkern gezogen. Neben der Ansprache der Nährstoffversorgung dienen dieser der Beurteilung von Bodenversauerung, Nährstoffverlusten und der Notwendigkeit von Bodenschutzkalkungen. 
Zusätzlich werden folgende Parameter im Wald aufgenommen und in Karten dargestellt:

  • klimatische Situation (zum Beispiel Niederschlag und Temperatur)
  • Bodenverhältnisse (zum Beispiel geologisches Ausgangsgestein, durchwurzelbare Tiefe, Steingehalt, Nährstoffgehalt, Bodenwasserhaushalt) und die
  • Geländeverhältnisse (zum Beispiel Hangneigung und –richtung, Felsüberlagerung) 

Die Arbeiten werden mit dem Fachbereich "Waldschutz" (Waldforschung) der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) in Trippstadt koordiniert. Alle Daten werden in eine zentrale Datenbank eingegeben.
Die Standortskartierung ist eine wesentliche Grundlage für den naturnahen Waldbau. Sie gibt Hinweise auf die natürlich vorherrschende Waldgesellschaft, die für die Standorte geeigneten Baumarten sowie auf örtlich vorherrschende Risikofaktoren wie zum Beispiel Sturmwurf und Trocknis. So können stabile, gesunde und artenreiche Ökosystem geschützt und geschaffen werden und die vielfältigen Funktionen der Wälder den örtlichen Gegebenheiten angepasst und nachhaltig sichergestellt werden.
Ansprechpartner für die Bereitstellung von Walddaten und Waldkarten ist die Außenstelle Forsteinrichtung der Zentralstelle der Forstverwaltung.