Alternative in nassen Wintern: Verlagerung von Hiebsmaßnahmen in den Herbst unter Nutzung von Prämien; Bild: Andreas Boll
Alternative in nassen Wintern: Verlagerung von Hiebsmaßnahmen in den Herbst unter Nutzung von Prämien; Bild: Andreas Boll

(November 2016)

In der Laubholzsaison 2015/16 wurden rund 10 % mehr Buchen und Edel-Laubstammholz zu einem leicht erhöhten Preis vermarktet.

Für die neue Laubholzsaison  wurden mit allen relevanten Kunden Holzkaufverträge bis Ende des Jahres oder auch darüber hinaus abgeschlossen.  Als guter Preisindikator kann die Vereinbarung mit einem großen C/D-Holz-Verarbeiter gelten, bei der die Grundpreise im Mittel leicht höher als im Vorjahr liegen.

Soweit Frühlieferprämien mit Exportkunden vereinbart wurden, sind die ersten Mengen abgewickelt. In den Verträgen mit den Exportfirmen konnten auf ganzer Linie Preiserhöhungen gegenüber dem Vorjahr  von 3 – 5 % umgesetzt werden. Mit den vertraglich zugesicherten Mengen wurden die Mengenwünsche der Vertragspartner nicht erfüllt. Neben den Fernexportkunden wurden auch wieder Verkäufe  an französische Laubholzsäger getätigt. Bei fast allen Kunden ist die Buche erst ab Stärkeklasse 4 gefragt. Schwächeres Buchen- Stammholz wird nur mitgehend oder in Kombination mit der Lieferung stärkerer Durchmesser übernommen. Begrenzt ist die Aufnahmefähigkeit des Marktes für Rundholz der Stärkeklassen 2b/3a.  Eine Nachfragebelebung im Bu-Parkett ist leider nicht erfolgt. In Nischen (Eisstielholz etc.) finden sich noch Absatzmöglichkeiten. Im Wertholzbereich existieren keine Kaufimpulse, mit einer Ausnahme im Fernost-Export.

Die Holzarten Esche in den Stkl. 3a+, Roteiche 3a+, Pappel 3 b+ und Ahorn sind gefragt wie im Vorjahr. Die Esche wird – entgegen vieler Prognosen – trotz hohen Mengenaufkommen aus dem Eschentriebsterben gesucht. Von Exporteuren werden derzeit Preise geboten, die bis zu 10 % höher liegen als im Vorjahr. Auch die  Roteiche erzielt im B/C – Qualitäten Preise zwischen 120,-- €/fm  und 160,-- €/fm.  Das Preisniveau bei Pappel liegt zwischen 49,--€/ fm und 53,--€ / fm. Probleme bei den vorgenannten Holzarten bereitet die Andienung ausreichender Mengeneinheiten durch die Waldbesitzer. Verkaufsmengen unter einer vollen Container- oder LKW-Ladung (22-24 fm) sind nicht vermarktbar.