Kiefer- und Lärchenstammholz

"Kiefer-Waldlandschaft im Südlichen Pfälzerwald (Dahner Felsenland)"; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
"Kiefer-Waldlandschaft im Südlichen Pfälzerwald (Dahner Felsenland)"; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz

(Februar 2017)

In Rheinland-Pfalz haben Kiefernarten einen Anteil von etwa 13 Prozent an der Waldfläche, wobei rund 98 Prozent der Kiefernfläche auf die heimische Waldkiefer und knapp 2 Prozent auf sonstige Kiefernarten (vor allem Weymouthskiefer und Schwarzkiefer) entfallen. Die beiden in Rheinland-Pfalz verbreiteten Lärchenarten, Europäische und Japanische Lärche, erreichen insgesamt nur einen Anteil von 3 Prozent an der Waldfläche.

Die Waldkiefer hat wegen ihrer Anspruchslosigkeit hinsichtlich Nährstoff- und Wasserversorgung ihren Verbreitungsschwerpunkt im südlichen Landesteil und dort im Pfälzerwald und den östlich vorgelagerten Wäldern der Rheinebene. Lärchen treten vorrangig als Mischbaumarten zerstreut in den Wäldern in ganz Rheinland-Pfalz auf.

Im Mittel der letzten fünf Jahre (2012 bis 2016) wurden in Rheinland-Pfalz in allen Waldbesitzarten jährlich rund 290.000 Kubikmeter Kiefernholz geerntet und über den Landesbetrieb von Landesforsten verkauft. Kiefernholz ist dank seiner ausgezeichneten technologischen Eigenschaften (hohe Tragfähigkeit, lange Haltbarkeit, gutes Imprägnierverhalten und Stehvermögen) als Bau- und Konstruktionsholz, aber auch im Innenausbau oder Möbelbau begehrt. Rund 190.000 Kubikmeter oder zwei Drittel dieser jährlichen Kiefernholzproduktion wurden als sägefähige Sortimente für diese höherwertigeren Zwecke verwendet. Kiefernstammholz wird überwiegend in Sägewerken zu Brettern, Bohlen, Latten, Kanthölzern und Balken verarbeitet, in geringen Mengenanteilen aber auch als Rundholz für Masten und Rammpfähle verwendet. Von dem restlichen Drittel des jährlichen Kiefernholzaufkommens findet etwa 90 Prozent Verwendung als Industrieholz zur Produktion von Holzwerkstoffen (Span-, Faser-, Furnier-, OSB- oder Tischlerplatten); rund 10 Prozent werden energetisch in Form von Scheitholz, Holzhackschnitzeln, Holzpellets oder –briketts genutzt.

"Hochwertiges Stammholz der Waldkiefer aus dem Pfälzerwald (Dahner Felsenland) wird hier auf einem Submissionsplatz angeboten."; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
"Hochwertiges Stammholz der Waldkiefer aus dem Pfälzerwald (Dahner Felsenland) wird hier auf einem Submissionsplatz angeboten."; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz

Das Holzaufkommen der beiden Lärchenarten, das in rheinland-pfälzischen Wäldern geerntet und über Landesforsten Rheinland-Pfalz vermarktet wurde, betrug im Durchschnitt der letzten fünf Jahre rd. 68.000 Kubikmeter pro Jahr. Davon erreichten rd. 45.000 Kubikmeter oder zwei Drittel sägefähige Qualitäten. Dieses Stammholz findet wegen seiner hohen Festigkeit und Elastizität sowie – als Kernholz – aufgrund seiner guten Witterungsbeständigkeit vor allem als Bau- und Konstruktionsholz sowie im Innenausbau Verwendung. Die übrigen rd. 23.000 Kubikmeter des jährlichen durchschnittlichen Lärchenaufkommens wurden zu 85 Prozent als Industrie-, zu 15 Prozent als Energieholz genutzt.

Landesforsten Rheinland-Pfalz bietet ihren Kunden Kiefer- und Lärche-Rohholz in folgenden Qualitäten an:

  • Qualitativ sehr hochwertiges, ausgesuchtes Stammholz zur Fertigung von Lamellen und Blockware (Türen und Fenster, Treppen, Möbel, Fußböden, Leisten);
  • Stammholz für Konstruktionszwecke (zum Beispiel Dachtragwerke);
  • Stammholz zur Produktion von imprägniertem Schnittholz für die Verwendung im Außenbereich (Pfosten, Palisaden) und von profiliertem Holz für Decke, Wand und Fassade;
  • Stammholz für Spezialverwendungen (Masten, Pfosten, Rammpfähle für die Gründung von Kai- und Hafenanlagen und den Buhnenausbau) sowie für zahlreiche weitere Einsatzbereiche;
  • Stammholz für die Produktion von Verpackungsmaterial (Paletten, Kisten);
  • Industrieholz für die Holzwerkstoffindustrie;
  • Energieholz.
"Angenehme Wohn- und Schlafatmosphäre vermittelt die Ausstattung dieses komplett in Kiefer ausgestatteten Schlafzimmers"; Quelle Bilddatenbank Holzabsatzfonds